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Kolumne Wilbert
Von Königen und Kiffern

Wilbert
Wilbert FOTO: TV
Als ich gelesen habe, dass das niederländische Königspaar der Stadt Trier einen Besuch abstatten will, bin ich sofort eingeschritten. Denn meiner Meinung nach sollen die beiden besser in unser schönes Wittlich kommen.

Denn hier ist mehr Holland, als man denkt.

Zuerst könnten sich Willem und seine Maxima zum Beispiel unser schönes, neues Ufer der Lieser anschauen, flanieren, spazieren, repräsentieren – perfekt für das Königspaar. Ein Stück Berliner Mauer gibt’s obendrauf, da ist die Fahrt in die Hauptstadt auch schon mal gespart. Und der neue Straßenbelag in der Feldstraße kann mit viel Willen auch als orange, der niederländischen Landesfarbe, bezeichnet werden.

Die Lieser selbst hat ja auch ein bisschen was mit Holland zu tun, als Fluss in der Stadt. Wenn ich da an die Grachten in Amsterdam denke. Und einen Kahn zum Schippern könnten wir bestimmt auch besorgen.

Anschließend könnten Willem und Maxima mit Fahrrädern auf dem Mosel-Maare-Rundweg eine kleine Runde drehen, und wenn es sein muss, einen Abstecher an die Mosel machen. Da würden sich bestimmt auch die vielen Wohnwagen-Touristen freuen, die kommen doch hauptsächlich aus den Niederlanden zu uns. Alles fast wie zu Hause also.

Eines bleibt allerdings zu bedenken: Wenn die Holländer im Fernsehen die Übertragung des Besuchs bei uns sehen und dabei bemerken, wie gut die klimatischen Bedingungen in der Senke sind, wollen sie uns eingemeinden in die Niederlande. Und dann wächst zusätzlich zum Tabak ganz legal das Cannabis auf dem Feld nebenan. Dann dauert’s nicht mehr lange, und jemand verkauft auf dem Feldweg alle weiteren Utensilien, um sich einen Joint zu drehen. Kiffen frei ab Feld, sozusagen, völlig bio, vegan und ohne Zusatzstoffe. Dann ist’s mit der Ruhe hier auch vorbei.

Wenn ich’s mir so überlege, können Königs vielleicht doch lieber in Trier bleiben.