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Kolumne Wilbert
Knöllchen für die Straßen

FOTO: Werhan, Michael / TV
Wenn ich so durch unser schönes Städtchen fahre oder schlendere, habe ich das Gefühl: Ganz Wittlich ist eine Baustelle. Hier darf man nicht durchfahren, dort ist gesperrt.

Zum Beispiel am Platz an der Lieser: Grade wird dort die neue Fahrbahndecke angebracht, für Autos gibt es kein Durchkommen. Aber dafür weiß man jetzt: Es ist Licht am Ende des Tunnels, das Mammutprojekt ist vor der Fertigstellung. Und im Sommer können wir dann ungestört an der Lieser flanieren.

Anders sieht es da im Bergweilerweg aus, der einzigen direkten Verbindung aus der Stadt nach Bergweiler. Da ist vor nächstem Jahr nicht mit einem Ende der Bauarbeiten zu rechnen. Und die Anwohner stöhnen jetzt schon. Denn für einige von ihnen ist derzeit kein Durchkommen in Richtung Stadt. Noch nicht mal zu Fuß kommen sie durch die Baustelle. In einem Jahr werden sie dafür eine neue, schicke, schlanke Straße haben, durch die nicht mehr so viel gerast wird. Aber bis dahin ist noch Geduld gefragt. Und Vorsicht: Denn wie ich gesehen habe, nutzen viele Autofahrer aus Richtung Bergweiler den Schleichweg, um die Baustelle zu umfahren. Und das ist verboten. Da wird sicher viel an Knöllchen kassiert. Vielleicht kann man das Geld dann in die Instandhaltung der Straßen investieren. Dann wird vielleicht auch mal im Heckenland in die Straßen investiert – falls man da noch von Straße sprechen kann, denn dort wachsen ja – zumindest Anfang Mai – schon Bäume mitten auf der Fahrbahn.