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TV-Kolumnistin Kathrin Hofmeister gibt Tipps für den heimischen Garten

Kolumne Mein schöner Garten : Verjüngungskur und Bodenvorbereitung

Mit weißer Farbe können Hobbygärtner ihre jungen Bäume vor den Folgen von Temperaturunterschieden im Winter bewahren.

Glücklich, wer jetzt einen Garten sein Eigen nennt. Da beschränkt sich der Kontakt nicht auf die frühlingsblühenden Narzissen und Traubenhyazinthen. Beherzt greift man zum Spaten, um überalterte Herbstblüher zu teilen. Das zeitige Frühjahr ist optimal, um Stauden der zweiten Jahreshälfte zu verjüngen, die in der letzten Saison an Blühwilligkeit nachgelassen haben. Andere, wie beispielsweise Astern verkahlen mit den Jahren von innen. Auch hier hilft das Neuaufnehmen der Mehrjährigen. Man sticht den Boden um den Horst ab und hebt den Wurzelballen aus. Geteilt wird mit dem Spaten. Bei Gräsern stückelt der Schnitt mit einem großen Brotmesser oft besser. Die Teilstücke pflanzt man wieder ein – und zwar so tief wie die Pflanze vorher stand. Angießen nicht vergessen. Nach Möglichkeit hat man neue Plätze für die Stauden gefunden. Die wenigsten Pflanzen mögen es, wieder am gleichen Platz in verbrauchter Erde zu stehen. Wer schmort schon gerne im eigenen Saft. In Hochhäusern „eingesperrte“ Personen können derzeit ein Lied davon singen. Und das sind dann nicht die italienischen Weisen jener Solidargemeinschaft, die allabendlich ihre Fenster öffnet, um gemeinsam zu musizieren. Da hat man im Garten mit dem Summen und Brummen der Hummeln und Bienen doch ganz andere Musik in den Ohren. Wer für den Sommer einen Blühstreifen einjähriger Nektar- und Pollenspender aussähen will, bereitet jetzt entsprechende Flächen vor. Idealerweise gräbt man den Boden vier Wochen vor der Aussaat einen Spaten tief um. Da der Boden in dem milden Winter keine Frostgare erfahren hat, ist die manuelle Bearbeitung umso wichtiger. Nach dem ersten Lockern mit einer Handhacke bearbeitet man den Boden bis zur Aussaat zwei weitere Male. So haben nachkeimende Unkräuter keine Chance.

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