Gladiators treten beim Spitzenreiter an

Basketball : Schlaflos nach Chemnitz: Gladiators treten beim Spitzenreiter an

Vor dem Gladiators-Duell heute Abend bei Spitzenreiter Niners Chemnitz (20 Uhr/www.airtango.live) geht’s um Lob, viel Qualität und eine Busfahrt.

Gerade, so berichtet Christian Held am Donnerstagmittag am Telefon, gerade habe der Teambus das Autobahnkreuz Koblenz passiert. Rund sechs Stunden liegen da noch vor dem Trainer der Römerstrom Gladiators Trier und seinem Team auf der Fahrt ins knapp 600 Kilometer entfernte Sachsen, wo Trier am Freitagabend (20 Uhr) bei Tabellenführer Niners Chemnitz antritt. Ewige Stunden im Bus – Held hat seine ganz eigenen Wege, die Zeit auf der drittweitesten Auswärtsfahrt der Saison totzuschlagen: „Schlafen kann ich im Bus sowieso ganz schlecht, nur ein bisschen ausruhen. Daher schaue ich mal einen Film, oder höre ein bisschen Musik.“ Immerhin: Es fährt sich leichter auf der Autobahn mit einem Erfolgserlebnis im Gepäck. Der beeindruckende 78:63-Heimsieg gegen den Tabellenzweiten Hamburg vom vergangenen Wochenende hat Mannschaft und Trainerteam nach den schwierigen zuvor Wochen gutgetan. Christian Held gesteht: „Nach solch einem Sieg geht alles ein bisschen leichter von der Hand.“ Was bei ihm und seinem Co-Trainer Marc Hahnemann für Erleichterung gesorgt habe, sei die Art und Weise, wie das Team Dinge umgesetzt habe, wie es offensiv gespielt und Situationen gelesen habe. „Nach der harten Arbeit der vergangenen Wochen und Monate hat es da mal klick gemacht.“

Mit Chemnitz wartet nun allerdings die individuell am stärksten besetzte Mannschaft der ProA auf die Gladiatoren: Malte Ziegenhagen, Ivan Elliott, Robin Lodders oder Kavin Gilder-Tilbury – alles Top-Spieler, alle mit der Qualität, Spiele zu entscheiden. Zu Saisonbeginn legten die Sachsen einen Wahnsinns-Lauf hin: zwölf Spiele, zwölf Siege. Doch seit Mitte Dezember stolpern die Niners ein wenig durch die Liga. Drei der letzten vier Duelle gingen verloren, darunter zwei klare Niederlagen gegen Rostock (68:88 zu Hause) und in Heidelberg (70:85). Von einer Schwächephase des heutigen Gegners will Triers Trainer allerdings mal so gar nichts wissen.

Er verweist viel lieber auf etwas anderes: „Sie besitzen eine enorme individuelle Qualität im Kader, auch in der Tiefe – das ist beeindruckend.“ Chemnitz verteidige sehr gut am Korb, zwänge Teams, auf Würfe von außen zu setzen. „Wie in jedem Spiel muss man hier und da einen Wurf treffen, um die Defense zu knacken. Aber auch wir haben Stärken unterm Korb. Wir wollen unser Spiel weiterspielen und glauben Situationen gefunden zu haben, in denen wir sie auch unterm Korb attackieren können“, betont Held. Defensiv müsse sein Team derweil versuchen, die Ballbewegungen des Spitzenreiters zu verlangsamen und dessen starken Zug zum Korb zu stoppen. Der Gladiators-Coach betont: „Wir sind gut vorbereitet, haben einen Plan ausgearbeitet und hoffen, lange im Spiel bleiben zu können, um dann in der richtigen Situation den Lauf für uns zu haben, um das Spiel zu gewinnen.“

Während Chemnitz auf Matt Vest (Handbruch) verzichten muss, sind bei Trier alle fit.

Übrigens: Gleich nach Spielende geht’s für die Gladiatoren zurück an die Mosel. An Schlafen wird für Christian Held dann erst recht nicht zu denken sein, denn: „Nach Spielen schlafe ich ohnehin immer ganz schlecht.“

Das Auswärtsspiel der Gladiators bei Tabellenführer Chemnitz ist heute Abend ab 20 Uhr live im Internet unter www.airtango.live zu sehen

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