Mit magerem Aufgebot gegen den Spitzenreiter

Mit magerem Aufgebot gegen den Spitzenreiter

Der Sieg von Köllerbach gegen Zweibrücken hat aufhorchen lassen. Aber die Chance, dass sich am Sonntag Ähnliches beim Mehringer Heimspiel gegen den SVN wiederholt, ist gering. Gegen den Tabellenführer fehlen den Moselanern vier Stammspieler - darunter Dino Toppmöller.

SV Mehring - SVN Zweibrücken (Sonntag, 24. Februar, 15 Uhr, Kunstrasen Auf der Lay, Mehring)
"Wenn vier Spieler, die gegen Saarbrücken ein starkes Spiel gemacht haben, am Sonntag nicht spielen können - was soll ich dazu noch sagen?" Robert Jung, Trainer des SV Mehring ahnt, was auf den abstiegsbedrohten Oberligisten zukommt, wenn der SVN Zweibrücken, seines Zeichens Tabellenführer der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar, am Sonntag Auf der Lay antritt. Die Hoffnungen der Mehringer, eine Sensation, wie sie die Sportfreunde Köllerbach beim SVN geschafft haben (2:1 für das Tabellenschlusslicht am vergangenen Wochenende), werden sich nicht erfüllen, wenn es nach Realisten geht. Zu diesen zählt sich auch Robert Jung.
"Wir werden zum dritten Mal hintereinander die Abwehr komplett neu formieren müssen", sagt Jung. Sebastian Ting (Fersenprellung), Christoph Eifel (beruflich unterwegs) und Sven Kohlei (grippaler Infekt) stehen am Sonntag nicht zur Verfügung. Damit nicht genug: Die Anspielstation Nummer eins, Ex-Zweitliga-Profi Dino Toppmöller, fällt mindestens zwei Wochen aus. Im Spiel gegen Saarbrücken zog sich der große der beiden Toppis einen Bänderanriss am Fuß zu. Etwa drei Wochen Pause hätten die Ärzte angeordnet; "manchmal geht das auch etwas schneller", hofft Jung auf ein baldiges Comeback des Stürmers.
Auch wenn die Chance auf einen Sieg am Sonntag "gegen null" gehe, so Robert Jung, "ist es wichtig, dass die Mannschaft nicht ohne Hoffnung ins Spiel geht". Wichtig wäre, nach dem 1:1 gegen Saarbrücken vor einer Woche, Kontinuität auf den Platz zu bringen. "Das war unser erstes wirklich gutes Spiel."
Zum Gegner am Sonntag sagt Robert Jung: "Zweibrücken hat Format. Für mich ist das die Favoritenmannschaft, gemeinsam mit Salmrohr. Die hatten vergangenes Jahr schon die beste Abwehr, das ist jetzt nicht anders." Der in Pirmasens in direkter Nachbarschaft zu Zweibrücken lebende Jung denkt, dass der SVN sich gerade nach der Niederlage gegen Köllerbach zusammenraufen werde. Eine solche Schmach wollten die Pfälzer bestimmt nicht noch einmal erleben.

SV Elversberg II - FSV Salmrohr (Sonntag, 24. Februar, 14 Uhr, Kunstrasen Lindenstraße, Spiesen-Elversberg)
Ob es nun in Mehring Schützenhilfe für Salmrohr bei der Mission Regionalliga gibt oder nicht, das interessiert im Salmtal zunächst nicht. Schon zum Köllerbacher Sieg gegen Zweibrücken sagte FSV-Trainer Patrick Klyk nur: "Das ändert doch nichts: Du musst bis zum 34. Spieltag deine Leistung bringen. Wir sind gut damit bedient, wenn wir uns in den nächsten Wochen erstmal um uns kümmern." Das heißt nun: fußballerische Aggressivität auf den Platz bringen, wichtige Torchancen auch verwandeln. Auch am Sonntag auswärts in Elversberg. Patrick Klyks Einsatz als Trainer ist fraglich - die Grippewelle hat auch ihn erwischt. "Er wird versuchen, dabei zu sein", sagt Friedhelm Rach, sportlicher Leiter des FSV. Rach weiter: "Für uns zählt es, den guten Start, den wir vergangene Woche hatten, auszubauen. Elversberg ist spielstark, wir dürfen sie nicht ins Spiel kommen lassen. Dann gewinnen wir das Spiel auch." Robin Mertinitz fällt wegen Grippe aus, dafür ist Alexander Adrian wieder fit. sve

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