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47 gute Minuten reichen nicht zum zweiten Miezen-Sieg

47 gute Minuten reichen nicht zum zweiten Miezen-Sieg

Die Luft im Keller wird dünner für die Trierer Miezen: Durch die 26:33-Niederlage in Frankfurt/Oder und die Siege von Weibern/Koblenz und Göppingen ist der Abstand zum Mittelfeld gewachsen. Dabei hatte die MJC im Osten lange gut mitgehalten.

Frankfurt/Oder. Sie durften 45 Minuten an der Sensation schnuppern, doch am Ende stehen die Trierer Handball-Miezen zum sechsten Mal in Folge mit leeren Händen da. Das Endergebnis von 33:26 spiegelt nicht den Spielverlauf wider, die Brandenburgerinnen mussten lange hart kämpfen, um die Triererinnen abzuschütteln. "Uns haben am Ende nicht nur Kraft und Konzentration, sondern auch der Mut gefehlt. Vielleicht haben wir nicht zu 100 Prozent an einen möglichen Sieg geglaubt", sagte Trainer Jörn Ilper.Die Miezen hatten die erste Hälfte klar dominiert, lagen zweimal mit vier Toren Differenz in Führung - das 11:7 war bereits der vierte Treffer der anfangs überragenden Carolin Schmele. "Einen solchen Start wünsche ich mir auch im nächsten Heimspiel gegen Göppingen, so etwas gibt einfach Sicherheit", spricht Ilper schon das kommende "Vier-Punkte-Spiel gegen Göppingen am Samstag an. Doch durch einige Unachtsamkeiten verloren die Miezen den Faden, der FHC drehte den Spieß um und lag nach fünf Treffern in Serie mit 12:11 in Führung. Aber auch nach dem Wechsel hielt die MJC lange gut mit, wurde laut Ilper von den Schiedsrichtern allerdings nicht unbedingt bevorteilt. Hauptproblem war, dass Trier nie die Kreise von Christine Beier einengen konnte, für die am Ende zehn Treffer zu Buche standen. Ilper: "Egal, wer es versuchte, wir konnten sie nicht stoppen." Bis zum 26:23 (47.) für den FHC war ein Punkt möglich, doch dann war Schicht im Schacht, obwohl Spielerinnen wie Megane Vallet oder Natalie Adeberg eine sehr starke Leistung zeigten. Der erhoffte Befreiungsschlag im Abstiegskampf blieb also aus, die Steigerung zur Partie gegen Weibern/Koblenz wurde nicht belohnt. Die Miezen bleiben mit 2:12 Punkten weiter Vorletzter - und stehen somit am Samstag (19.30 Uhr, Arena) gegen den Drittletzten aus Göppingen unter erheblichem Druck. BP DJK/MJC Trier: Kockler, Flöck, Bocka - Zelmel (0), Czanik (3), Schmele (6), Vallet (3), Adeberg (4/1), Derbach (4/2), Solic (2), Jelicic (2/2), Cabeza (2) Beste Torschützinnen Frankfurt/Oder: Beier (10), Gubernatis (5)