Interimstrainer bei den Miezen: Leukefeld im Exklusiv-Interview

Interimstrainer bei den Miezen: Leukefeld im Exklusiv-Interview

Am Mittwochabend, Punkt 18 Uhr, leitete Dago Leukefeld sein erstes Training mit den Bundesliga-Handballerinnen der DJK/MJC Trier. Leukefeld wurde von den Miezen als Interimslösung für das entscheidende Spiel gegen die SVG Celle am Freitag verpflichtet – weil der bisherige Trainer Thomas Happe fristlos gekündigt hatte. Im Interview äußert sich der Thüringer zu den Gründen für sein Kurz-Zeit-Engagement.

Wie lange gilt Ihr Engagement?

Leukefeld: Ich werde nur gegen Celle auf der Bank sitzen. Das ist ein Freundschaftsdienst für einen Verein, dem ich viel zu verdanken habe. Ich werde am 30. Dezember meinen Einstand und meinen Abschied feiern. Eigentlich ist es verrückt, aber ich wollte Trier, der MJC und auch dem früheren Oberbürgermeister Helmut Schröer einiges zurückgeben.

Wie kam der Kontakt zustande?

Leukefeld: Ich leite gerade ein Kinder-Handball-Camp in Vallendar und hörte am Dienstagabend, was in Trier los ist. Um 23.30 Uhr habe ich Jürgen Brech meine Hilfe angeboten, schließlich war der Kontakt nach Trier nie abgerissen.

Wie sieht Ihre Arbeit nun aus?

Leukefeld: Ich habe mir schon Videos besorgt, und muss gestehen, ich kenne Celle besser als die Miezen. Wir werden am Donnerstag zweimal und am Freitag einmal trainieren. Ich hoffe, dass wir gemeinsam den Schlüssel zum Erfolg finden. Ich hoffe am Freitag auch auf eine Reaktion der Fans.

Wie stellt sich Ihnen die Gesamtsituation der MJC dar?

Leukefeld: Ich hoffe, dass Frauenhandball in Trier eine langfristige Zukunft hat. Es wäre bitter, wenn Trier zu einem weißen Fleck auf der Handball-Landkarte werden würde. Ich unterstütze die MJC gerne auch in beratender Funktion, wenn es darum geht, Kräfte zu bündeln. Für mich sind die Miezen immer noch eine Marke. Und ich denke, im Nachwuchs kann einiges bewegt werden - aber das Wichtigste ist die Spitzenmannschaft.

Worauf blicken Sie zurück, wenn Sie an Trier denken?

Leukefeld: Hier sind Nationalspielerinnen groß geworden, hier gab es Weltklasse-Handballerinnen, hier gab es Erfolge. Und ich habe nirgendwo eine ähnliche Sportstadt erlebt wie in Trier - deswegen muss es weitergehen mit der MJC.

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