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Auf den Hund gekommen – Tipps für Läufer (Teil 25)

Auf dem Laufenden : Auf den Hund gekommen – Tipps für Läufer (Teil 25)

Um es direkt klar zu stellen: Ich habe keinen Hund und werde mir auch in den kommenden Jahren keinen Vierbeiner zulegen. Meine Erfahrungen beim Laufen mit Hunden reichen inzwischen aber, um auch diesem Thema eine Kolumne zu widmen.

Dabei sind nicht einmal die wenigen Momente gemeint, auf die ich angesichts gefletschter Zähne gerne verzichten könnte. Das ist mir in den Zeiten vor Corona schließlich auch schon mal mit Zweibeinern beim Endspurt eines Volkslaufs oder in den besonders schwierigen Phasen eines Marathons passiert. Es geht um die Lauferfahrungen, bei denen ein Freund oder eine Freundin ihre Hunde dabei hatten.

Tatsächlich braucht jeder Hund Bewegung und ist deshalb höchst motiviert, wenn es raus in die Natur geht. Sofern das Tier dann nicht zu den Miniaturzüchtungen mit stummelkurzen Beinen zählt, überfressen oder einfach zu betagt ist, um eine etwas längere Strecke flotter als im Gassitempo zu schaffen, kann Bello ein echter Antreiber sein. Und sobald die Mitläufer als Teil des Rudels akzeptiert sind, macht ein solches gemischtes Lauf­erlebnis mit einem gut gelaunten Vierbeiner auch Katzenliebhabern Spaß.

Ich weiß zwar nicht, ob es in Schweden besonders viele Hundebesitzer gibt. Von dort stammt jedenfalls eine Studie mit 3,4 Millionen Probanden. Die Forscher der Universität Uppsala haben gemeinsam mit Kollegen der Uni Stanford eben jene große Zahl von Schweden im Alter zwischen 40 und 80 Jahren über einen Zeitraum von zwölf Jahren untersucht und unter anderem den Zusammenhang von Hunden und Herz-Kreislauf-Erkrankungen analysiert. Ergebnis: Das Risiko von Hundebesitzern für eine solche Erkrankung ist um mehr als ein Drittel geringer als bei Menschen ohne Hund. Die Gefahr, daran zu sterben, verringert Fiffi um elf Prozent. Und zwar auch dann, wenn Herrchen nicht aktiv Sport treibt. Die wöchentliche Gassigehzeit von 160 Minuten genügt offenbar, um Wohlbefinden und Gesundheit zu stärken. Besonders Jagdhunde reduzieren laut der Analyse der Forscher das Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung. Da die besonders viel Bewegungsdrang haben, erscheint das logisch.

Doch es gibt auch gute Nachrichten für alle, die mit ihren Hunden nur kurze Strecken schaffen: Schon das Streicheln wirkt entspannend, senkt den Blutdruck und die Ausschüttung von Stresshormonen. Ein Glück, denn das gilt natürlich auch für Katzenliebhaber.

laufen@volksfreund.de

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