1. Die Woch

TRIER: Renault Kangoo Rapid: Handwerkerfreund aus 1001 Nacht

TRIER : Renault Kangoo Rapid: Handwerkerfreund aus 1001 Nacht

Transporter für den Handwerker-Mittelstand sollten in der Regel mehrere Kriterien erfüllen: Sie müssen zweckmäßig, kompakt, vielseitig nutzbar, pflegeleicht, mit vielen sinnvollen Details ausgestattet sein und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis haben.

Genau auf diese Anforderungen hat Renault mit dem Kangoo Rapid reagiert, den wir in einer besonderen Ausstattungsvariante fuhren: mit dem Sesam-öffne-Dich-Prinzip nämlich.

Ganz falsch gewählt ist die Anlehnung an 1001 Nacht dank des klugen Konzeptes mit dem Verzicht auf eine B-Säule nicht. So bieten die geöffnete seitliche Schiebetür und die Beifahrertür jede Menge Platz zum Einräumen größerer, sperriger Transportgüter. Gerade im urbanen Bereich sind einfache, aber intelligente Lösungen gefragt. Die bietet dieses Fahrzeug der französisch-japanischen Allianz von Renault-Nissan mit einer schlichten, zweckmäßigen Optik. Dazu gehören ein ausziehbares Handschuhfach, ein digitaler Innenspiegel oder der Verzicht auf den Beifahrersitz zugunsten zusätzlichen Stauraums.

Legt man diesen ebenerdig um und klappt die drehbare und vergitterte Vario-Trennwand an die Mittelkonsole, hat man statt 3,3 Kubikmetern auf einmal 3,9 Kubikmeter Ladevolumen. Das bedeutet, dass man auch Transportgut von bis zu drei Metern Länge einladen und die Hecktür schließen kann. Zum Ausstattungsniveau „Extra“ unseres Testwagens gehört auch die eingangs erwähnte seitliche Ladeöffnung namens „Open Sesame“. Da man in diesem Fall auf eine B-Säule verzichtet hat, bietet sich eine extrabreite Laderaum-Beladbarkeit von 1,45 Meter. Zu den Sonderausstattungen gehören ferner LED-Beleuchtung und Kunststoffboden im Innenraum, Rückfahrkamera, ein Sicherheits-Paket Plus mit zahlreichen Assistenten und eine 4,2 Zoll große Instrumententafel mit hoch auflösendem Farbdisplay.

Der Kangoo Rapid L1 ist mit knapp 4,50 Metern Länge und einer Höhe von 1,86 Metern für die Innenstadt geeignet. Außerdem gibt es eine sogenannte L2-Version mit einer Ladelänge von 2,23 Metern statt 1,81 Metern. Handwerksbetriebe des Mittelstands dürfen sich über ein den Bedürfnissen angemessenes Auto freuen und dieses ins Kalkül ziehen.

Der Innenraum ist zweckmäßig, robust und auf den beruflichen Alltag konzipiert. Was nicht bedeutet, dass man auf modernes Renault-Design verzichten muss. Ein verstellbares Lenkrad, Mittelarmlehne, beheizbare Sitze mit verstellbarer Lendenstütze erleichtern dem Fahrer den Alltag, der mit viel Ein- und Aussteigen verbunden ist. Das „eingedampfte“ Schaltgetriebe in der Mittelkonsole vergrößert den Einsatzbereich des Fahrers.

Für den Antrieb unseres Testwagens sorgt ein aufgeladener 100 PS starker Vierzylinder Benziner mit der Abgaseinstufung Euro 6d-full. Der ist nicht gerade ein Freund größten Durchzugsvermögens, für den Dauereinsatz in Stadt und Land ist er völlig ausreichend, Durch übermäßige Sparsamkeit zeichnet sich das Aggregat mit 1,33 Litern Hubraum jedoch nicht aus. Was wohl auch am eher mangelnden Drehmoment liegt. Vielfahrer dürften bei einer der Diesel-Varianten besser aufgehoben sein. Eine manuelle 6-Gang-Schaltung überträgt die Kraft auf die Vorderräder.

Unser Fazit: Der Renault Kangoo Rapid ist in dieser Konfiguration und mit den diversen Extras ein gut durchdachter und sinnvoller Freund des Handwerksbetriebs zu einem fairen Preis. Firmen, die in extremen Außenbereichen unterwegs sind, können den Kangoo Rapid auch noch mit einer Unterbodenplatte oder einer Anhänger-Stabilitätskontrolle ausrüsten.