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Auslese: Nicht nur Zwiebelkuchen

Kolumne Auslese : Nicht nur Zwiebelkuchen

In diesen Tagen beginnt für mich die schönste Jahreszeit – der Herbst. Die Temperaturen werden angenehmer, das Herbstlaub erstrahlt in bunten Farben im milden Sonnenlicht, und in den Weingütern herrscht emsige Betriebsamkeit, denn jetzt startet auch die Weinlese.

Zum Herbstbeginn gehört natürlich auch der Federweißer – frischer angegorener Traubensaft. Durch die beginnende Vergärung schmeckt er süßlich-säuerlich-prickelnd. Traditionell isst man ihn mit Zwiebelkuchen. Aber es geht auch anders, wie mir ein befreundeter Gastronom aus der Region neulich verriet. Zum Federweißen passt zum Beispiel auch Hähnchenbrust mit Sauerkrautsalat, Eifel-Ziegenkäse, Kürbis-Chutney oder Fischgerichte wie Bachsaibling. Mild geräucherte Lachsforelle sei ebenso ein passendes Gericht zum Federweißen. Sogar mit Wild lasse sich der angegorene Traubensaft kombinieren, etwa mit Wildschwein-Frikadellen, aber auch mit Kräuterbratwürsten vom Duroc-Schwein.

Es lohnt sich daher in diesen Tagen, mal genau auf die Speisekarten der Restaurants unserer Region zu schauen. Wie man sieht, sind die Köche an der Mosel, im Hunsrück und in der Eifel äußerst kreativ.

hp.linz@volksfreund.de