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Meinung : Richtige Fragen, falsche Antworten zur Eifelstrecke

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Der Artikel stellt die richtigen Fragen, aber die Politiker haben die falschen Antworten. Es ist heute bereits Technik am Markt verfügbar und wird auch andernorts bereits eingesetzt, mit der auf Teilstrecken mittels Oberleitung und auf den restlichen Strecken mit Akku gefahren werden kann.

Der teure Tunnelumbau könnte damit vermieden werden. Unter der Oberleitung und bei den Standzeiten wird geladen. Damit lassen sich die Baukosten für eine Elektrifizierung der Eifelstrecke gewaltig senken. Das Land wäre klug beraten, sofort die Planungen aufzunehmen, selbst wenn das nicht im  Bundesverkehrsplan steht und damit die Bundesebene sich finanziell nicht beteiligen sollte. Eine Unterbrechung der durchgehenden Züge mit Umsteigezwang in Kall wäre „tödlich“, eine Aufforderung zum Umstieg auf das Auto. Dabei ist das Umgekehrte angesagt, sollen ernsthaft Klima- und Umweltschutz gestärkt werden. Also müssen die Bedingungen besser und nicht schlechter werden. Die großen Geldbeiträge fließen aber nach wie vor in den Straßenbau (siehe A1), statt endlich die Elektrifizierung und Beschleunigung der Bahn voranzutreiben. Die Fahrzeiten von Gerolstein nach Köln ließen sich mit der entsprechenden Technik (Neigetechnik), sanfter Trassenneugestaltung (Begradigung)  und intelligenter Fahrplangestaltung deutlich verkürzen.

Die Schweiz, aber auch andere deutsche Regionen zeigen, wie es geht und dass eine verbesserte Bahn auch angenommen wird. Also ran an den Ausbau der Eifelstrecke, neue Fahrzeuge und bessere Fahrpläne.

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