1. Meinung

Die Liss und die kulinarische Diaspora am Erbeskopf

Liss : Hunger leiden am Erbeskopf

Ich will ja nichts sagen,

aber wer künftig den Erbeskopf besuchen will, der muss selbst gegen den möglichen Hunger und Durst vorsorgen. Mein Hermann und ich lieben es, nach einem Spaziergang, einer Wanderung oder einfach nur ein wenig Bummeln bei einem Kaffee ein Stück Kuchen zu genießen, eine Bratwurst oder einen Salat zu essen und dabei ein wenig mit Freunden am Tisch zu maie.

Doch gerade jetzt, wenn die Saison am Nationalparktor beginnt, geht das nicht mehr. Denn Bonte alias Bernd Später und Nicole Schmitt machen ihr Bistro im ehemaligen Hunsrückhaus zu. „Unterschiedliche Vorstellungen zwischen Nationalpark und Pächter“ heißt es. Das verstehe ich irgendwie nicht. Ich denke, beide wollten, dass die Besucher satt werden und ihren Durst stillen können? Dass man da nicht zusammenkommt ...

Gut, dann müssen mein Hermann und ich uns halt darauf einstellen. Wenn wir künftig zum Erbeskopf fahren, wird erst einmal die Kühltasche gepackt. Da kommt rein: Brot, Wurst und Käse von Ebbes von Hei!, dazu Nationalparkbier von der Kirner Brauerei für meinen Hermann – eine Flasche muss dann reichen!- und Apfelsaft von Streuobstwiesen für mich. Wenn wir uns in der Region bewegen, dann soll die Schmier auch mit Leckerem von hei belegt sein und mit passenden Getränken runtergespült werden.

Vielleicht sollten die Leute vom Nationalpark auch bei den Thalfangern mal nachragen, ob die nicht helfen können. Also ob die es gewusst haben, haben sie vor ein paar Wochen ihr Lecker Pfädchen eröffnet. Wandern mit Brotzeit aus dem Kühlschrank am Wegesrand. Ich wundere mich immer, warum die Bürgermeisterin und ihr Touri-Chef bei solch vielen Verpflegungsstationen ihre schlanken Figürchen behalten. Aber wenn die beiden auf den Geschmack gekommen sind, dann könnten sie doch ein zweites Lecker Pfädchen am Erbeskopf einrichten.

Ein halber Kilometer Minitraumschleifchen würde reichen, das bietet genug Platz für ausreichend Bänke, Tische und Kühlschränke, aus denen man sich seine Brotzeit und seinen Kuchen herausholen kann. So gibt es vielleicht doch die Hoffnung, dass Nationalpark und Zweckverband den Erbeskopf als gemeinsame Chance begreifen,

meint eure Liss