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50 Jahre Uni Trier: Ein weltweites Netzwerk

50 Jahre Uni Trier : Ein weltweites Netzwerk

An der Universität kommen Studierende und Wissenschaftler von allen Kontinenten und aus Kulturen zusammen. Daran können auch die Bürger teilhaben.

Einmal im Jahr trägt Universitätspräsident Prof. Dr. Michael Jäckel bei einem offiziellen Anlass ein T-Shirt statt Anzug und Krawatte. Auf dem Shirt zeigt ein respekteinflößender Hund seine Zähne. Das stämmige Tier mit dem wuchtigen Kopf ist „Jack the Bulldog“.

Jack ist das Maskottchen der Georgetown University, einer privaten amerikanischen Universität im gleichnamigen Stadtteil von Washington DC. Das Shirt trägt der Universitätspräsident als Begrüßungsritual für die Teilnehmer der Georgetown-Summer School. Seit 1971 kommt jährlich eine Gruppe von etwa 20 Personen aus Georgetown nach Trier, um hier Kenntnisse in der deutschen Sprache zu verbessern, Land und Leute kennenzulernen und Kontakte zu knüpfen.

Im nächsten Jahr besteht diese Partnerschaft ein halbes Jahrhundert. Sie ist beispielhaft dafür, wie Internationalität an der Universität Trier funktioniert. Nicht als Einbahnstraße, sondern im Austausch. So können auch Studierende oder Promovierende aus Trier ein oder mehrere Auslandssemester an der Georgetown University verbringen. So weit möglich werden auch die Bürger der Region in die Internationalität eingebunden. Manche Gastfamilie nimmt schon in zweiter Generation Studierende aus den USA in ihrer Familie auf.

Über die Jahre hat die Universität Trier weltweit Kontakte und Kooperationen aufgebaut. Alleine im europäischen Erasmusprogramm ist sie mit mehr als 200 Partner-Universitäten verbunden. Die Schwerpunkte des globalen Netzwerks liegen in Europa, Nordamerika und Ostasien.

Der Austausch über Ländergrenzen und Kontinente hinweg findet nicht nur unter Studierenden statt. So sind Trierer Wissenschaftler an Partner-Universitäten zu Gast, sei es für einen Vortrag oder für eine Forschungsarbeit, die mal mehrere Tage, Wochen, Monate oder gar Jahre dauern kann. In der Gegenrichtung begrüßt und betreut die Universität Trier Wissenschaftler aus aller Herren Länder, die in Trier gute Forschungsinfrastrukturen für ihre Themenschwerpunkte vorfinden. Koordiniert und unterstützt wird der Austausch von Studierenden und Forschern durch das International Office der Universität.

Wie beliebt die Universität Trier bei Besuchern aus anderen Kulturkreisen ist, zeigt unter anderem der andauernde Erfolg des Internationalen Ferienkurses. Seit 1972 strömen jeden Sommer rund 100 meist junge Menschen für einige Wochen quasi von allen Kontinenten nach Trier, um hier Deutsch zu lernen und an einem abwechslungsreichen Lehr-, Exkursions- und Kulturprogramm teilzunehmen. Manche nehmen mehrmals an diesem Kurs teil oder sie kehren zum Studium nach Trier zurück.

Pro Jahr machen rund 150 junge Menschen die Universität Trier für ein oder zwei Semester zu ihrem Studienort. Die meisten dieser Austauschstudierenden stammen aus Frankreich und Italien sowie aus Japan und China. Ausländische Abschluss-Studierende, die in der Regel bis zum Ende des Studiums bleiben, kommen überwiegend aus dem benachbarten Luxemburg, gefolgt von China und Russland.

Besonders enge Bindungen zu anderen Hochschulen unterhält die Universität Trier in der „Universität der Großregion“ (UniGR). Dem länderübergreifenden Verbund gehören auch die Technische Universität Kaiserslautern, die Universität Lüttich, die Université de Lorraine (Lothringen), die Universität Luxemburg und die Universität des Saarlandes an. Die Zusammenarbeit erstreckt sich auf Studium und Forschung.

Weitere Informationen: www.international.uni-trier.de

Das Internationale Zentrum

Das Internationale Zentrum (IZ) ist ein Aktivposten der Internationalität an der Universität Trier. Der Verein ist ehrenamtlich organisiert. Studierende tragen mit ihren vielfältigen Angeboten dazu bei, dass sich neu angekommene ausländische Kommilitonen, aber auch Geflüchtete in Trier schnell wohlfühlen. Dazu werden Exkursionen und Ausflüge, das Café International, ein Buddy-Programm sowie ein Sprachtandem und Sprachstammtische durchgeführt. Diese Programme und Begegnungen helfen dabei, Sprachen zu lernen und Kontakte zu deutschen und anderen internationalen Studierenden aufzubauen.

Weitere Informationen: www.iz.uni-trier.de

Geflüchtete – fit fürs Studium

Seit 2016 nimmt die Universität Trier ihre gesellschaftliche Verantwortung im Bereich der Willkommenskultur in einem besonderen Programm wahr. Mit „Fit fürs Studium“ werden Flüchtlinge in der Region auf ein Studium vorbereitet. Das Projekt wird vom International Office der Universität in enger Kooperation mit dem Fach Deutsch als Fremdsprache sowie der Hochschule Trier durchgeführt. Bislang wurden und werden 160 Teilnehmer gefördert, mehr als 60 von ihnen haben ein Studium aufgenommen.

Für Studierende, aber auch für Wissenschaftler aus allen Teilen der Welt ist die Universität Trier ein attraktiver Studien- und Forschungsstandort. Foto: Uni Trier

Weitere Informationen: www.ffs.uni-trier.de