Nie mehr auf Irrwegen

Wer auf eigene Faust Läufe in fremdem Terrain startet, muss möglicherweise auf der Suche nach dem richtigen Weg mehr Kilometer absolvieren als geplant. Diese Erfahrung musste auch schon TV-Laufkolumnist Rainer Neubert machen. Dank Smartphone soll das nicht mehr passieren.

Wer sich als Läufer in unbekanntem Terrain bewegt, muss sich vorher gut informieren. Andernfalls drohen böse Überraschungen. Auf der Suche nach dem richtigen Weg kann der geplante Zehnkilometerlauf schon mal zum Halbmarathon werden. Der als genussvoller Geländelauf geplante Ausflug könnte zum betonharten Belastungstest auf vielbefahrener Straße mutieren. Ich nehme an, diese leidvolle Erfahrung habe nicht nur ich gemacht.

In der Vergangenheit war es also sinnvoll, sich den Streckenverlauf auf ein Notizblatt zu skizzieren oder sogar eine Wanderkarte einzupacken. Was wiederum wegen deren Größe und geringer Widerstandskraft gegen Feuchtigkeit und Nässe eher doch nicht geschah, womit wir wieder bei dem unfreiwilligen Marathon wären.

Für mich ist das alles Geschichte. Denn wenn ich in der Fremde noch fremdere Laufpfade erkunde, plane ich die Tour zwar weiterhin im Voraus mit einer guten topografischen Karte. Ohne mein Smartphone in der Tasche meines Trinkgürtels mache ich mich aber nicht mehr auf den Weg.

Man mag zu diesen modernen Handytaschencomputern stehen, wie man will. Dank GPS-Empfang lässt sich nun zu fast jeder Zeit feststellen, wo man sich befindet. Zahlreiche Applikationen für Läufer, Wanderer und Walker gibt es inzwischen. Wer sich nicht sicher über die für ihn passende ist, sollte zunächst eine oder mehrere der vielen kostenlosen Versionen nutzen. Auch diese verfügen in der Regel über die notwendigsten Anwendungen: Erfassung von Zeit, Strecke, Höhenmeter sowie Positionsangaben über GPS bieten sie alle.

Meine persönliche Empfehlung lautet "Runkeeper". Diese App hat mich zuletzt in meinem erst wenige Tage zurückliegenden Frankreichurlaub wieder auf den richtigen Pfad zurückgebracht. Denn dieses Mal war - anders als zweimal zuvor - auch der Akku meines Smartphones nicht ausgerechnet dann leer, als ich es dringend brauchte. laufen@volksfreund.de