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Die Mädels sollen es richten bei den Deutschen U-16-Meisterschaften

Leichtathletik : Die Mädels sollen's richten

Mit vier Einzelstarterinnen und der 4 x 100-Meter-Staffel des Post-Sportvereins Trier ist die Region Trier bei den Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften der Unter-16-Jährigen in Bremen vertreten.

Nur von Mädchen, dann aber gleich von sieben, ist die Region Trier am Wochenende bei den Deutschen Meisterschaften der Altersklasse U 16 vertreten. Nach dem überraschenden Diskuswurf-Silber für Nele Anton vor zehn Monaten sind auch diesmal wieder Medaillengewinne möglich. Aber nicht zwingend! Dicht liegen die Teilnehmerinnen in fast allen Disziplinen in der Meldeliste beieinander.

Beispiel Elenor Servatius: Die überragende rheinland-pfälzische 15-Jährige dieses Jahres steht über 80 Meter Hürden mit 11,66 Sekunden hinter Magdalena David (München/11,35) und Louisa Grauel (Gelnhausen/11,45) an dritter Stelle der deutschen Jahresbestenliste. Doch erst einmal muss sie im 25-köpfigen Feld der Vorlauf überstehen. Und das wird kein Selbstläufer! Außer den drei Erstplatzierten haben acht weitere Athletinnen bereits Zeiten unter zwölf Sekunden erreicht.

Servatius ist außerdem über 300 Meter gemeldet. Auf der Dreiviertel-Stadionrunde steht sie mit 40,63 Sekunden an fünfter Stelle der Meldeliste. Während der Vorlauf im Langsprint am Samstag (16.40 Uhr) kein Problem sein dürfte, müsste Servatius bei gelungener Finalqualifikation den Endlauf am Sonntag (12.30 Uhr) nur 45 Minuten nach dem Vorlauf (11.45 Uhr) über 80 Meter Hürden bestreiten. Das Hürdenlauffinale ist wiederum nur eine Stunde (13:35 Uhr) später angesetzt.

Egal in welcher Disziplin, für Servatius gilt Ähnliches wie für Hannah Schwind. „Für Hannah ist alles zwischen Platz eins und acht drin“, sagt Trainer Jochen Staebel über die Chancen der Hochspringerin vom Post-Sportverein Trier (PST). 1,65 Meter hoch ist die 15-Jährige in diesem Jahr bereits gesprungen. Das kann am Samstag um 15.45 Uhr mit ein bisschen Glück für eine Medaille reichen.

Zuvor (13.15 Uhr) heißt es für Schwind zusammen mit Greta Sonnenberg, Marlene Moll und Hannah Stohmann das Staffelholz über 4 x 100 Meter ins Ziel zu bringen. „Dabei sein ist alles. Das B-Finale wäre eine kleine Sensation“, sagt Staebel über die Chancen des PST-Quartetts unter 39 (!) Mannschaften, schränkt aber gleich ein: Ähnliches habe er bei bei der DM-Norm auch schon gesagt.

Das Finale der besten Acht ist dagegen für Mara Sophie Schmitz alles andere als eine Utopie. Die für die LG Idar-Oberstein startende Wittlicherin ist nur eine Sekunde hinter der Jahresbeste Lucia Wegener (Magdeburg/45,09) mit 46,04 Sekunden sechstschnellste Deutsche über 300 Meter Hürden (Vorlauf Samstag 15.05 Uhr, Finale Sonntag 13.15 Uhr). Vor einer schweren Aufgabe steht Anna Michels über 800 Meter. Die Mittelstrecklerin von der LG Vulkaneifel hat sich mit 2:19,77 Minuten für die DM qualifiziert und muss im Vorlauf (Samstag, 16.05 Uhr) im Idealfall unter die schnellsten Drei kommen, um sich sicher für das Finale am Sonntag (14 Uhr) zu qualifizieren.

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