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SCHALKENMEHREN
Party in der Eifel: Jens Roth ist Deutscher Meister im Cross-Triathlon

Jens Roth von Tri Post Trier hat in Schalkenmehren seinen deutschen Meistertitel im Cross-Triathlon souverän verteidigt. Seine Freundin Linda Kaiser hält den Lauf vorbei an Sonnenblumen auf Video fest.
Jens Roth von Tri Post Trier hat in Schalkenmehren seinen deutschen Meistertitel im Cross-Triathlon souverän verteidigt. Seine Freundin Linda Kaiser hält den Lauf vorbei an Sonnenblumen auf Video fest. FOTO: TV / Holger Teusch
Schalkenmehren. Der Trierer Jens Roth hat am Samstag in Schalkenmehren seinen vierten deutschen Meistertitel im Crosstriathlon gewonnen- Von Holger Teusch

  Jens Roth ist einfach nur glücklich. Nachdem der 30-Jährige vor fünf Jahren bei den schon damals in Schalkenmehren ausgetragenen deutschen Crosstriathlon-Meisterschaften disqualifiziert wurde, erfüllte er sich am Samstag den Traum vom DM-Titel bei seinem Heimrennen. Nach 1500 Metern Schwimmen im Maar, 32 Kilometern auf dem Mountainbike über die ehemaligen Vulkanberge und neun Kilometer Crosslauf konnte Roth 3:18 Minuten feiern, bis Vizemeister Peter Lehmann vom SV Halle das Ziel erreichte. „Ich danke meinem Trainer Marc Pschebizin, der das mit mir seit acht Jahren durchzieht und der mich nach der Schlappe 2013 und dem Wirbelbruch 2014 nicht aufgegeben hat. Lassen wir die Party beginnen!“, kündigte Roth nach dem schweißtreibenden Nachmittag die große Siegesfeier mit seinen Unterstützern an.

Was die Zahlen nicht sagen: Es war eines von Roths schwersten Rennen — besonders im Vorfeld: „Ich war die ganze Zeit riesig angespannt. Ich hatte ein derartiges Herzklopfen wegen 2013, und dann war ich ja auch nicht gut reingekommen in die Saison“, sagt Roth. Als beim Schwimmen dann zunächst USA-Heimkehrer Hannes Wolpert (NSU Triathlon) vor dem Wasser-Spezialisten lag, hieß es Nerven behalten, erzählt Roth: „Ich dachte, ich seh‘ nicht richtig, als Hannes vor mir war. Ich kam einfach nicht von ihm weg. In der zweiten Runde habe ich meinen Stiefel durchgeschwommen. Aber es waren ja nur 50 Sekunden Vorsprung, mit denen ich aus dem Wasser kam. Wenn man überlegt, dass ich Hannes in diesem Jahr beim Schwimmen schon zwei Minuten aufgebrummt hatte …“

Doch niemand kennt die MTB-Strecke des vom SC Schalkenmehren mit 200 ehrenamtlichen Helfern organisierten Vulkan-Cross-Triathlons so gut wie Roth. „Mein Rennplan war, in den Anstiegen kontrolliert zu fahren und auf den Geraden richtig einen rauszuhauen“, erzählt er. Fast zwei Minuten schneller als der zweitbeste Radfahrer raste und driftete der Athlet von Tri Post Trier über den Parcours. „Als ich auf der ersten Laufrunde (Anmerkung: von dreien zu je drei Kilometer) hörte, dass ich vier Minuten Vorsprung habe und Peter Lehmann Hannes Wolpert überholt hat, wusste ich, dass ich gewinnen würde“, erklärt Roth, wann die Anspannung abfiel.

Außer Roth im Gesamtklassement gewannen mit Tim Dülfer (M20) und Pschebizin (M45) zwei weitere Tri-Post-Sportler nationale Altersklassentitel. Das Duo brachte zusammen mit Sven Berg auch den Mannschaftstitel nach Trier. Fürs Team wurden Athleten mit Elite-Lizenz wie Roth oder der trotz Sturz bis auf den fünften Platz vorlaufende Andreas Theobald nicht gewertet. Pech hatte der mit knapp 70 Jahren älteste DM-Starter der Region, Uwe Lellinger: „Ich hatte so viel Spaß, dass ich aus Versehen eine Runde zu viel gelaufen bin“, erklärt der Senior schmunzelnd, weshalb er als Viertplatzierter seiner Altersklasse eine Medaille verpasste.

Ergebnisse:

1500 m Schwimmen, 32 km Mountainbike, 9 km Crosslauf:

Frauen, DM: 1. Bianca Reitwießner (Roth) 2:41:43 Studnen, 2. Eva Buchholz (SC Wiesbaden) 22:44:14, 3. Maria döring (SV Kodersdorf) 2:46:28.

Männer, DM: 1. Jens Roth (Tri Post Trier) 2:13:55 Stunden, 2. Peter Lehmann (SV Halle) 2:17:13, 3. Veit Hönle (TV Mengeln) 2:19:03, 4. Hannes Wolpert (NSU Triathlon) 2:20:34, 5. Andreas Theobald 2:20:58, 6. Tim Dülfer (1. M20) 2:22:09, 12. Marc Pschebizin (1. M45) 2:28:52, 30. Peter Schermann 2:38:13 (alle Tri Post Trier), 38, Moritz Krämer (SV Gerolstein/3. M20) 2:41:10, 43. Sven Berg (Tri Post Trier) 2:43:37, 67. Christian Feilen (SC Schalkenmehren) 2:54:06, 71. Sebastian Clasen (TSV Bullay-Alf/Mittelmosel-Triathlon) 2:55:18, 73. Thorsten Ringer (SC Schalkenmehren) 2:56:16, 74. Manuel Löhnertz (Wintrich/Tri-Freunde Saarlouis) 2:56:27, 95. Markus Bungard (SC Schalkenmehren) 3:08:21, 97. Mario Hübner (TuS Daun) 3:08:48. - Team (ohne Elite): 1. Tri Post Trier (Dülfer, Pschebizin, Berg) 7:34:40 Stunden, 6. SC Schalkenmehren (Feilen, Ringer, Bungard) 8:58:45.

Staffel (keine DM): 1. Best of the rest (Volker Keßler, Christian Fieseler, Isabel Schönhofen) 2:39:02 Stunden.

750 m Schwimmen, 20 km Mountainbike, 6 km Crosslauf:

Frauen: 1. Franziska Röver (Magdeburg) 1:40:20 Stunden, Ida Ott (Siegel-Triathlon-Team) 1:46:06, 3. Helena Dunkel (Daun/Helena Dunkel Leistungsdiagnostik) 1:50:55.

Männer: 1. Adil Bauer (TuS Ahrweiler) 1:32:47 Stunden, 2. André Aanstoot (Frankreich) 1:34:53, 3. Daniel Kistner (3 geh‘n rein) 1:40:44, 10. Stefan Peters (SC Schalkenmehren) 1:46:43.

Staffel: 1. Ausdauerteam.de Morbach (Martina Kesselheim, Jonas Weinig, Thomas Koch) 1:31:25 Stunden, 2. Heimathelden (Sebastian Zens, Nicole Ehlenz, Patrick Seweryn) 1:40:10, 3. SaToTo(St) (Stefan Trampert, Manuel Rupert, Thomas Bies) 1:45:27.

Rheinland-Pfalz-Meister aus der Region, Elite: Roth. M20: Dülfer. M30: Schermann. M40: Feilen. M45: Pschebizin. M50: Manni Regh (TSV Bullay-Alf/Mittelmosel-Triathlon) 3:14:00. U16: Rebecca Bierbrauer (Tri Post Trier).

 Im Internet Bilder und alle Ergebnisse: www.volksfreund.de/laufen

Die Trierer Tim Dülfer (vorn) und Andres Theobald unterstützten sich auf der Mountainbikestrecke am Totenmaar gegenseitig und belegen am Ende die Plätze fünf (Theobald) und sechs (Dülfer).
Die Trierer Tim Dülfer (vorn) und Andres Theobald unterstützten sich auf der Mountainbikestrecke am Totenmaar gegenseitig und belegen am Ende die Plätze fünf (Theobald) und sechs (Dülfer). FOTO: TV / Holger Teusch