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Eintracht Trier: Wie das Worms-Spiel seine Schatten vorauswirft​

Fußball-Oberliga : Eintracht Trier: Wie das Worms-Spiel seine Schatten vorauswirft

Für den SVE gibt’s keine Zeit zum Verschnaufen – am Sonntag peilt das Team im Saarland den nächsten Erfolg an. Unterdessen richten sich die Blicke bereits auf den Kracher gegen Wormatia Worms. Warum die Partie am 21. Mai erst am Abend stattfindet – und mit wie vielen Fans gerechnet wird.

Wenn Eintracht Trier in der Aufstiegsrunde der Fußball-Oberliga weiter seine Hausaufgaben macht, könnte das Heimspiel gegen Wormatia Worms am 21. Mai vorentscheidenden Charakter in der Frage haben, wer als Erster den direkten Aufstieg in die Regionalliga Südwest packt. Viele Augen sind bereits jetzt schon auf das Match gerichtet, zu dem die Eintracht im Bestfall mit mehr als 3000 Zuschauer rechnet.

Verschiebung der Partie auf den Abend

Für fragende Blicke hat die kurzfristig erfolgte Verschiebung der Partie um vier Stunden nach hinten von 14 auf 18 Uhr gesorgt (der TV berichtete). Die Bitte dazu kam von der Polizei Trier. Hintergrund ist die Verfügbarkeit von Einsatzkräften. Viele Beamte werden tags zuvor am späten Freitagabend im Zweitliga-Relegations-Heimspiel des 1. FC Kaiserslautern gegen Dynamo Dresden benötigt (Anstoß: 20.30 Uhr). Auch zur Partie zwischen der Eintracht und Worms, das als Risikospiel eingestuft wurde, kommen sogenannte geschlossene Einheiten der Bereitschaftspolizei zum Einsatz. Da deren Verfügbarkeit Grenzen habe, müssen nach Auskunft von Christian Hamm, Leiter der Polizeiinspektion Trier, Ruhezeiten beachtet und eingehalten werden. Deshalb der Anpfiff erst am Abend.  

Für Eintracht Trier ist die zeitliche Verschiebung kein Problem: „Wir empfinden den 18-Uhr-Termin als recht attraktiv“, sagt Geschäftsstellenleiter Björn Berens. Dem Catering-Umsatz dürfte die Anstoßzeit am Abend zuträglich sein.

Ticketgutschein möglich wegen Verschiebung

Vereinzelt gibt es indes Klagen von Fans, die ob der kurzfristig erfolgten Verschiebung abends nicht zum Spiel können. Gleichzeitig sehen die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Ticketverkaufs kein Rückgaberecht vor. Berens öffnet aber eine Tür: „Wer sich bereits eine Karte gekauft hat, zum 18-Uhr-Termin aber verhindert ist, kann sich bei uns in der Geschäftsstelle melden. Wir werden über die Ausstellung eines Ticketgutscheins eine Lösung finden.“

Die Wormatia hätte indes lieber um 14 Uhr gespielt. „Wir müssen uns dem nun fügen“, sagt der Vorsitzende Jochen Schneider, der davon ausgeht, dass sich rund 300 Wormatia-Fans nach Trier auf den Weg machen werden.

„Sehen der Partie professionell gelassen entgegen“

Was beide Clubs, die Polizei und auch den Fußball-Regionalverband Südwest eint: Sie alle hoffen darauf, dass es ein Fußball-Fest gibt. Christian Hamm sagt: „Die Polizei wird präsent sein, aber hoffentlich nicht einschreiten müssen. Wir sehen der Partie professionell gelassen entgegen.“ Laut Hamm werden maßvolle Maßnahmen und eine offene Kommunikation angestrebt. So habe man sich bewusst dafür entschieden, beispielsweise kein Alkoholverbot zu verhängen. Mitte kommender Woche soll es zudem in Abstimmung mit der Eintracht einen Fanbrief mit weiteren Informationen geben.

„Diefflen ist ein unangenehmer Gegner“

Für die Mannschaft von Eintracht Trier ist das Spiel gegen Worms derweil noch Zukunftsmusik. Nach den hart erkämpften Siegen gegen Arminia Ludwigshafen (3:2) und unter der Woche beim FV Dudenhofen (1:0) geht’s für das Team nun am Sonntag zum Meisterrunden-Achten FV Diefflen (14 Uhr, Parkstadion Dillingen). In der Aufstiegsrunde gab es für die Saarländer bislang drei Siege (alle zu Hause) und fünf Niederlagen (alle auswärts). „Diefflen ist ein unangenehmer Gegner, der im Zentrum über viel Erfahrung verfügt. Im Angriff dürfen wir Chris Haase und Fabian Poß nicht frei zum Abschluss kommen lassen, sonst klingelt’s“, sagt Eintracht-Trainer Josef Cinar. Gleichzeitig baut er auf das gewachsene Selbstvertrauen seiner Spieler. Cinar: „Es tut uns gut, dass wir zuletzt zwei schwere Gegner aus dem Weg geräumt haben.“ Die jüngste Partie in Dudenhofen sei in zweierlei Hinsicht lehrreich gewesen: „Zum einen, weil wir uns nicht nochmal so eine Halbzeit wie dort vor der Pause erlauben dürfen. Und zum anderen, weil das Team trotzdem an sich geglaubt hat. Wie wir in der zweiten Halbzeit das Tempo hochhalten konnten, macht mich stolz.“

Einen Liveticker finden Sie unter: fupa.net/rheinland