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Formel 3: Ein Trierer auf den Spuren von Bottas und Verstappen

Formel 3 : Ein Trierer auf den Spuren von Bottas und Verstappen

Neue Saison, neuer Angriff: Der Trierer Nachwuchs-Motorsportler Niklas Krütten und das Team Motopark setzen in diesem Jahr ihre Partnerschaft in der Euroformula fort.

Der 17-Jährige fuhr bereits in der zweiten Hälfte der vergangenen Saison sechs Rennen mit der Mannschaft, um sich an die Formel 3 zu gewöhnen. Nun wird der Trierer alle Rennen der Saison für den Vorjahresgewinner der Teammeisterschaft bestreiten, sofern die Corona-Krise keinen Strich durch die Rechnung macht.

Krütten zählt zu den vielversprechenden deutschen Talenten im Formelsport. 2019 war er nach starken Leistungen in der ADAC Formel 4 zur Saisonmitte in die Euroformula aufgestiegen. Im Jahr zuvor hatte er die deutsche Formel 4 auf dem zweiten Platz in der Rookie-Wertung beendet. Zudem war er der einzige Serien-Neuling, der einen Sieg einfuhr. Auch in der italienischen Formel 4, die er als Dritter der Rookie-Wertung abschloss, und der Formula 4 der Vereinigten Arabischen Emirate, in der er einen Sieg feierte, hinterließ Krütten einen guten Eindruck.

In der Formel 3 kann Krütten, der durch die Nachwuchsförderung des ADAC unterstützt wird, auf die Erfahrung eines der international führenden Teams im Formelsport zurückgreifen. Motopark war in der Vergangenheit eine wichtige Karrierestation für aktuelle Formel-1-Fahrer wie Max Verstappen oder Valtteri Bottas.

Teamchef Timo Rumpfkeil freut sich, Krütten weiter an Bord zu haben: „Die Rennen 2019 waren für Niklas ein Sprung ins kalte Wasser, und er hat sich dabei hervorragend geschlagen. Im Winter konnten wir das bei den Testfahrten weiter vertiefen. Niklas geht top vorbereitet in die neue Saison.“

Krüttens Manager Mark Berryman, der auch das Formel-1-Talent Lando Norris betreut, sieht die Euroformula und das Team Motopark als beste Lernplattform.

Die Euroformula Open Championship existiert seit 2014. Sie umfasst in diesem Jahr voraussichtlich neun Wochenenden, an denen jeweils zwei Rennen auf dem Programm stehen. Los gehen soll es Ende Juni auf dem Hockenheimring. Der Kalender steht allerdings unter dem Vorbehalt möglicher verlängerter Restriktionen infolge der Corona-Krise.

Mit dem Circuit Paul Ricard, dem Circuit de Spa-Francorchamps, dem Hungaroring, dem Red Bull Ring, dem Autodromo Nazionale Monza und dem Circuit de Barcelona-Catalunya sind sechs aktuelle Formel-1-Kurse im Kalender.

Das Teilnehmerfeld muss sich auf ein neues Fahrzeug einstellen. Es kommt ein Formel-3-Bolide vom Typ Dallara 320 zum Einsatz, der erstmals über ein sogenanntes Halo, wie es auch in der Königsklasse des Motorsports zum Schutz der Fahrer eingesetzt wird, verfügt.

„Ich will von Anfang an vorne mit dabei sein. Mit dem neuen Auto habe ich bereits bei Testfahrten Erfahrungen gemacht. Ich habe mich auf Anhieb sehr wohlgefühlt und ein sehr gutes Gefühl für die Saison“, sagt Krütten.