1. Sport
  2. Sport aus der Region

Vorschau: Die Rallye-WM 2020 als Wundertüte

Motorsport : Die Rallye-WM 2020 als Wundertüte

Neue Schauplätze, einige Fahrerwechsel: Am Donnerstag startet in Monte Carlo eine spannende WM 2020.

Der Weltmeister hat sich einen neuen Arbeitgeber ausgesucht. Der sechsfache Champion wechselt zum Abschied  den Hersteller.  Und drei neue Läufe in Kenia, Neuseeland und Japan sorgen für Überraschungs-Momente. Die Rallye-Weltmeisterschaft, die am Donnerstag mit der Rallye Monte Carlo  in die neue Saison startet, ist in diesem Jahr eine Wundertüte.

Die WM 2019 war kaum entschieden, da begann auch schon das große Rücken in den Schalensitzen:  Der Este Ott Tänak, dominierender Pilot des vergangenen Jahres und folgerichtig neuer Weltmeister, verließ seinen bisherigen Arbeitgeber Toyota und unterschrieb einen Zweijahresvertrag bei Hyundai.

Das dadurch entstandene Vakuum nutzte Tänak-Vorgänger Sébastien  Ogier, der Citroën den Rücken kehrt. Der Franzose, der  schon im Vorjahr angekündigt hatte, dass 2020 definitiv Schluss für ihn sein würde, wird seine letzte große Herausforderung nach sechs Einzeltiteln suchen: Er soll Toyota den Titel erhalten.

Citroën hat sein  Werksteam zurückgezogen und setzt nur noch C3-Kundenautos ein. Dabei sind also nur  noch drei Werksteams: Toyota, Hyundai und M-Sport (Ford Fiesta WRC).

 „Wir sind vier Mal hintereinander WM-Zweiter geworden, jetzt soll unsere Zeit kommen.“, sagt derweil Hyundai-Urgestein Thierry Neuville aus St. Vith. Wenn der Belgier und sein neuer Teamkollege Tänak miteinander und  nicht gegeneinander arbeiten, wird der WM-Titel nur über dieses Duo und Seriensieger Ogier gehen.

M-Sport geht mit dem finnischen Top-Mann Esapekka Lappi (vorher Toyota und Citroën) zwar als Außenseiter ins Rennen. Teamchef Malcolm Wilson („Wir setzen auf Konstanz und Vielseitigkeit unserer Autos“) soll aber  dennoch deutlich mehr Werksunterstützung von Ford erhalten als zuvor.