1. Die Woch

Motor: Space Star der besonderen Art

Motor : Space Star der besonderen Art

Mitsubishi verleiht dem Bestseller mit speziellen Ausbauformen Anreize – Neue Modelle dank Kooperation.

Kompakte Kleinfahrzeuge mit allen wichtigen Sicherheits-Features, die zudem auch noch optisch „etwas hermachen“, sind unter 10.000 Euro kaum noch zu haben. Dabei sind derlei Fahrzeuge doch für die Mobilisierung vieler Menschen wesentlich und unabdingbar. Vor allem Führerschein-Neulinge sind damit gut bedient. Und als Zweitwagen oder Fahrzeuge für besondere Einsatzbereiche sind Autos wie der Mitsubishi Space Star wie geschaffen.

Kein Wunder also, dass der Verkaufsschlager des Hauses, den es bereits ab 9490 Euro gibt, im Portfolio des japanischen Autobauers die Nummer eins bei den Zulassungszahlen ist. Mehr als 50 Prozent aller verkauften Fahrzeuge der Marke mit den drei Diamanten gehen auf das Konto des praktischen Fünftürers. Mit Styling-Angeboten, der bei jungen Käuferschichten beliebten Karosserie-Tieferlegung oder einer Pioneer-Soundanlage inklusive Subwoofer für 350 Euro will man vor allem die Ziel-Klientel bedienen.

Mit besonderen Variationen seines kleinen großen Verkaufsschlagers will Mitsubishi, dass dank der Kooperation mit Renault-Nissan auf viele Synergie-Effekte setzen darf und zudem für das kommende Jahr zwei neue Modelle ankündigt, das Absatzprogramm zusätzlich ankurbeln. So kostet beispielsweise ein Umbausatz für den Space Star, bei dem dessen Interieur innerhalb von weniger als einer halben Stunde wieder rückgebaut werden kann, nur rund 800 Euro.

Dabei wird keine Schraube entfernt, kein Sitz ausgebaut. Das Fahrzeug wird nicht umgestaltet, sondern nur für einen bestimmten Zeitraum einem ganz besonderen Einsatzbereich zugeführt. Insbesondere für Lieferdienste, („Pizza-Notdienst“) oder auch für den Apotheken-Service, sei der Space Star in dieser Form gedacht, erläutert ein Mitsubishi-Sprecher. So lassen sich beispielsweise gekühlte Medikamente in passgenauen, fest arretierten Behältern auf fest montierten Zwischenböden innerhalb kürzester Zeit zustellen.

Der Fünftürer hatte als Letzter im Modellprogramm von Mitsubishi das sportlich markante  „Dynamic Shield“-Design für die Frontpartie erhalten. Ein Facelift mit ins Auge fallenden Chromspangen und einem neu gestalteten Kühlergrill verpassen dem Space Star nicht nur einen optisch sportlicheren Eindruck. Die Modell-Auffrischung lässt das Citycar auch größer und damit variabler erscheinen. An der Heckpartie wurde zudem serienmäßig ein Dachspoiler mit integrierter Rückleuchte montiert.

Gegenüber dem Vorgänger ist er um fünf Zentimeter auf 3,85 Meter gewachsen. Damit bietet er genügend bequemen Platz für vier Erwachsene, obwohl er für fünf zugelassen ist. Das Kofferraumvolumen von 235 Liter lässt sich durch das Umlegen der Rückbank auf 912 Liter vergrößern. Für den Antrieb sorgt ein 1,2 Liter großer Dreizylinder-Benziner mit 71 PS, der für den Space Star völlig ausreichend ist. Der 940 Kilogramm leichte Kleinwagen ist mit einem maximalen Drehmoment von 102 Newtonmetern flott unterwegs. Mit einem Wendekreis von 9,20 Metern erweist er sich als praktisch und für den innerstädtischen Bereich geeignet.

 Den Space Star rüstet Mitsubishi für besondere Einsatzbereiche aus.
Den Space Star rüstet Mitsubishi für besondere Einsatzbereiche aus. Foto: Mitsubishi/Jan Greune

Dass Hersteller heute in vielen Bereichen angesichts steigenden Kostendrucks gemeinsame Strategien entwickeln und Partnerschaften eingehen, ist zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit mehr Regel als Ausnahme geworden. Ein Beispiel dafür ist Stellantis, unter dessen Dach deutsche, französische und italienische Marken zusammengefunden haben. Vom gleichen Ansatz profitieren auch Renault-Nissan-Mitsubishi. Der neue Mitsubishi ASX und ein weiteres, für den Herbst 2023 angekündigtes Kompaktmodell, basieren auf den gleichen Plattformen wie Renault Clio und Captur. Sie sollen jedoch über Differenzierungen verfügen, die, so sagt der Hersteller „die Marken-DNA von Mitsubishi widerspiegeln.“