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Basketball
Gladiators Trier gewinnen 86:84 bei den Karlsruhe Lions

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Karslruhe. Welch ein packendes Spiel! Die Römerstrom Gladiators Trier haben am Samstagabend ihr Auswärtsmatch in der Basketball-Pro A bei den Karlsruhe Lions mit 86:84 gewonnen. Damit gelang dem Team von Trainer Marco van den Berg nicht nur der dritte Saisonsieg in der Fremde, sondern auch die Revanche für die Hinspielniederlage gegen die Nordbadener. Von Andreas Arens
Andreas Arens

Kreissport-Mitarbeiter beim Trierischen Volksfreund

Auch auswärts können die Römerstrom Gladiators Trier hochklassige, spannende und noch dazu erfolgreiche Spiele hinlegen: Eine Woche nach dem 84:83 in der Arena gegen die Hamburg Towers gelang den Mannen von Trainer Marco van den Berg am Samstagabend ein 86:84-Sieg beim Tabellendritten, den Karlsruhe Lions.  Vor dem Doppelspieltag am kommenden Wochenende haben die Gladiators damit sogar zwei Siege Vorsprung auf Platz neun und so ihre Playoff-Ambitionen nachhaltig unterstrichen.

Was hatte der Gladiators-Coach die Badener im Vorfeld der Partie in der Europahalle – von den Karlsruhern als Löwenkäfig bezeichnet –  gelobt und gerade deren individuelle Qualität herausgestellt. Ein „perfektes Spiel“ müsse sein Team hinlegen, um den dritten Saisonsieg in der Fremde hinzulegen, wusste van den Berg, zumal er neben den verletzten Kilian Dietz und Johannes Joos auch auf Robert Nortmann (für das Nationalteam der Bahamas im Einsatz) verzichten musste.

Die Gladiators schienen die Forderung ihres Trainers verinnerlicht zu haben, waren von Beginn an sehr präsent, griffig in den Aktionen und hellwach. So führten sie bereits in der dritten Minute 10:2. Mit einem 22:19-Vorsprung ging es in die erste Viertelpause. Der Willen der Karlsruher, nach zuvor zwei Niederlagen wieder in die Erfolgsspur zurückzukehren, war offensichtlich. Mitte des zweiten Viertels lagen sie mit 34:31 in Front. Zur Pause hatten dann aber wieder die von einer stattlichen und vor allem lautstarken Fanschar begleiteten Moselaner die Nase vorn (48:41). Die Partie wurde immer ausgeglichener. Karlsruhe bestach durch seine Offensivrebounds, Trier wusste mit seiner Zonenverteidigung über weite Strecken zu überzeugen („Wenn drei Center-Spieler ausfallen, musst Du Dir einfach was einfallen lassen“, so van den Berg).  Nach 30 Minuten hieß es nur noch 64:62 für die Gladiators.

Gerade Jermaine Bucknor erwischte auf Trierer Seite einen Sahnetag, gab seinem Team auch im hochspannenden letzten Viertel viel Rückhalt. Gut zwei Minuten vor der Schlusssirene lagen die Lions mit 82:80 vorne. Danach bewiesen die Gäste Nervenstärke bei Freiwürfen (Simon Schmitz und Thomas Grün), während die Hausherren Schwächen bei Dreipunkte-Würfen zeigten.

„Wie die Jungs auf die drei Ausfälle reagiert haben, war große Klasse“, betonte van den Berg in seiner Analyse und stellte die „außerordentliche Gruppendynamik, die meine Mannschaft derzeit so stark macht“ heraus. Er ließ aber auch die Führungsqualitäten von Jermaine Bucknor und Simon Schmitz nicht unerwähnt: „Wenn sie wie in Karlsruhe vorangehen, können wir jeden in der Liga schlagen.“

Nach neun Siegen aus den jüngsten zwölf Partien sieht er sein Team passend zum Schlussspurt der ProA-Normalrunde derzeit mächtig in Schwung. Da kommt das Doppelspielwochenende gerade recht: Freitag, 20 Uhr, ist Ehingen Urspring zu Gast in der Arena. Bereits am Sonntag, 17 Uhr, folgt dann die  Begegnung bei Phoenix Hagen.

Gladiators Trier: Bucknor 19, Schmitz 16, Shoutvin 12, Dranginis 10, Grün 9, Buntic 7, Alston 5, Smit und Ilzhöfer je 4.

Beste Schützen Karlsruhe: Bradshaw 24, Nyama 17,

Viertelstände: 19:22, 41:48, 62:64, 84:86