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Fußball: 4:0 gegen Mülheim-Kärlich - Eintracht Trier bleibt an der Spitze

Fußball-Oberliga : 4:0 gegen Mülheim-Kärlich: Eintracht Trier bleibt an der Spitze (mit Video)

Der SVE siegt hochverdient, doch die Chancenverwertung war trotz des deutlichen Resultats nicht gut.

Eine Woche vor der Bundestagswahl wird in Deutschland über einen möglichen ,Linksrutsch‘ diskutiert. Eintracht Trier hat einen solchen am Samstagabend zumindest in den ersten 45 Minuten vollzogen. Im Heimspiel gegen die SG 2000 Mülheim-Kärlich lief ein Angriff nach dem anderen über die linke Seite des SVE. Die agilen Dominik Kinscher, Sven König und Kevin Heinz stellten die Mülheim-Kärlicher Defensive immer wieder vor Probleme.

Der Neun-Mann-Riegel, den die Gäste mit einer Vierer-Abwehr und einem Fünfer-Mittelfeld vor dem eigenen Strafraum installiert hatten, verlor schnell seinen Schrecken. In der 19. Minute ging Trier in Führung – mit einem Mittel, mit dem Abwehrketten gut zu überwinden sind: Tempo und tiefe Pässe. Heinz brachte mit einem Steilpass Tim Garnier ins Spiel. Dessen Querpass veredelte König per Flachschuss zum 1:0.

Es war nun schon dessen fünfter Treffer in den vergangenen vier Oberliga-Partien. Der Sommer-Neuzugang kommt immer besser in Fahrt, auch wenn er gegen Mülheim-Kärlich nach der Pause in manchen Situationen die Konsequenz vermissen ließ.

Hier gibt’s die Stimmen zum Spiel im Video:

[Link auf https://www.youtube.com/watch?v=n13M_76WeEo]

In der 33. Minute legte die Eintracht nach: Robin Garnier schloss im Gäste-Strafraum zum 2:0 ab. Der Jubel fiel aber verhalten aus, da es in der Entstehung des Treffers Heinz schwer erwischt hatte. Er war mit Mülheim-Kärlichs Kapitän Patrick Birkner zusammengerasselt und trug eine üble Platzwunde an der Stirn davon. Doch Triers Linksverteidiger war hart im Nehmen. Nach einer mehrminütigen Behandlung meldete er sich mit einem blauen Turban um die Stirn bei Schiedsrichter Patrick Simon zurück.

Für Garnier war es ein besonderes Tor – er traf erstmals seit rund viereinhalb Jahren mal wieder in einem Pflichtspiel für den SVE. Seinen bis dato letzten Treffer hatte er am 30. April 2017 erzielt, gegen … Mülheim-Kärlich (im Rheinlandpokal-Halbfinale, per Elfmeter).

Eintracht-Trainer Josef Cinar verfuhr nach dem Motto ,Never change a winning team‘. Er schickte dieselbe Startelf wie zuletzt beim Erfolg bei der TuS Koblenz auf den Rasen.

Die zweite Halbzeit gestaltete der SVE nicht mehr so schwungvoll wie den ersten Durchgang. Mülheim-Kärlich war häufiger zu Besuch in der Trierer Hälfte. Den ersten Schuss aufs Tor der Moselaner gab es in der 62. Minute. Bei einem Freistoß von Jan Henrich brachte Eintracht-Torwart Denis Wieszolek die Arme rechtzeitig nach oben. Der SVE bettelte kurzzeitig um ein Gegentor – Marcus Fritsch brachte den Ball aus wenigen Metern Torentfernung nicht im Eintracht-Kasten unter (69.).

Es war ein Wachmacher für die Eintracht, die fortan wieder mehr Offensivdrang entwickelte – und durch Christopher Bibaku und Tim Garnier beste Möglichkeiten ausließ (73., 74.). Doch das hochverdiente 3:0 sollte noch fallen. Jan Brandscheid war per Nachschuss erfolgreich (86.). Und Robin Garnier legte auch noch einen rein - er markierte mit seinem zweiten Treffer des Abends den 4:0-Endstand (88.), mit dem der SVE an der Tabellenspitze der Oberliga-Nordgruppe bleibt.

Eintracht Trier: Wieszolek – Thayaparan (84. Kaluanga), Maurer, van Schaik, Heinz (60. Sinner)– R. Garnier – Amberg (60. Kahyaoglu), T. Garnier, Kinscher, König – Bibaku

SG 2000 Mülheim-Kärlich: Wall – Ternes (69. C. Fritsch), Birkner (62. Lauer), Frohn, M. Fritsch – Seker, Platzek, Henrich, Steinmetz, Scheu (84. Kryeziu) – Hawel

Tore: 1:0 König (19.), 2:0 R. Garnier (33.), 3:0 Brandscheid (86.), 4:0 R. Garnier (88.)

Schiedsrichter: Patrick Simon

Zuschauer: 925