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Hoffnung durch Eifelmarathon zwischen Waxweiler und Stausee Bitburg

Landschaftslauf : Eifelmarathon will Hoffnung machen

Der Verein Eifelmarathon hat die Anmeldung für die 23. Auflage die Langstreckenläufe am 13. Juni geöffnet. Fast 200 Namen stehen bereits in der Liste.

Eine große Zahl für einen deutschlandweit gesehen kleinen Landschaftslauf: Knapp ein halbes Jahr vor dem 23. Eifelmarathon am 13. Juni stehen bereits 190 Namen in der Meldeliste. Erst zum Jahreswechsel hatte der Verein Eifelmarathon als Ausrichter die Online-Anmeldung (www.eifelmarathon.com) für die vier Hauptdistanzen zehn Kilometer, Halbmarathon, Marathon und Ultramarathon (51,4 Kilometer), Walking und den Kinderstaffellauf geöffnet. Von einem Ansturm möchte Peter de Winkel aber nicht sprechen. Es seien bisher sowohl Läufer in der Liste, die sich neu angemeldet haben, als auch solche, die ihren Startplatz vom wegen Corona ausgefallenen Eifelmarathon 2020 auf das neue Jahr übertragen haben.

Das soll 2021 nicht mehr nötig sein. „Wir werden alles versuchen um den Marathon durchzuführen. Nur ein richtiges Verbot kann uns stoppen. Wir haben recht viele Ideen, aber natürlich jetzt noch nicht ausgearbeitet“, sagt de Winkel. Auf der zu großen Teilen über Waldwege führenden Strecke zwischen Waxweiler und dem Bitburger Stausee ist naturgemäß viel Platz. Zeit- und räumlich lässt sich bei einem Landschaftslauf alles sehr viel leichter Abstand halten, als in einer Stadt.

Virtuell hatte der Eifelmarathon-Ausrichterverein bereits für die ausgefallene Auflage 2020 das Angebot gemacht, die Strecken in einem großzügigen Zeitfenster unter Einhaltung der Corona-Regeln abzulaufen. Der von den Eifelläufern, der Sportabteilung des Vereins Eifelmarathon, ausgerichtete Bitburger Rotweinlauf im vergangenen Juli war die erste reale Laufveranstaltung in der Region nach dem ersten Lockdown. Als Freundschaftslauf allerdings ohne Wettkampfcharakter.

Mit der Öffnung der Eifelmarathon-Anmeldung wolle man vor allem Hoffnung machen, dass es weitergeht. „Wir wollen die Läufer mobilisieren, denn sonst kann die ganze Laufszene Schaden nehmen“, erklärt de Winkel. Ohne Ziele ist es schwer, die Motivation für ein Training, ob nun leistungs- oder gesundheitsorientiert, aufrecht zu erhalten.

Das merken auch die Eifelläufer gerade im zweiten, in die dunkle Jahreszeit fallenden Lockdown. Die seit über 25 Jahren durchgeführten sogenannten Eifelläufe, können seit November nicht stattfinden. Aber Peter de Winkel hält mit dem „Explore Eifel“ getauften Format die Idee, unterschiedliche, für die meisten noch unbekannte Strecken zu laufend zu erkunden am Leben. Die soziale Komponente des vereinsübergreifenden Trainings am Wochenende können diese langen Sololäufe auf ausgeschilderten Wanderwegen allerdings nicht ersetzen.