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Moselstadionrekorde wackeln beim zweiten SWT-Sommer-Läuferabend

Läuferabend in Trier : Jetzt wackeln sogar Moselstadionrekorde

Ehemaliger Köln-Marathon-Gewinner Tobias Blum will beim zweiten SWT-Sommermeeting über 5000 Meter die 14-Minuten-Schallmauer knacken. Die Sprints werden diesmal schnell.

Der Wiedereinstieg in den Wettkampfbetrieb ist den Leichtathleten mit dem ersten SWT-Läufermeeting von Sportakademie und Post-Sportverein Trier (PST) in der vergangenen Woche mit zahlreichen persönlichen Bestzeiten gelungen. Bei der zweiten Auflage am Donnerstag (23. Juli, ab 18 Uhr) könnte auch der eine oder andere Moselstadionrekord fallen.

Der 25-jährige Tobias Blum vom LC Rehlingen peilt eine Zeit von unter 14 Minuten über 5000 Meter an. Der Moselstadionrekord wird seit 1986 vom Koblenzer Christian Collisy mit 14:18,16 Minuten gehalten. Seinen persönlichen Rekord von 14:03,62 Minuten müsste Blum um knapp vier Sekunden verbessern. „Ich muss in Trier halt allein laufen und weiß nicht, ob ich es so unter 14 Minuten schaffe“, sagt der Köln-Marathon-Gewinner von 2018. Als „Backup“ hat Blum aber am Samstag einen Start in Regensburg in der Hinterhand, um sich für die deutschen Meisterschaften Anfang August in Braunschweig zu qualifizieren. Diese erfolgt coronabedingt in diesem Jahr über die Rangliste 2019/20. Nur die 16 schnellsten gemeldeten 5000-Meter-Läufer dürfen starten. Die Rheinlandmeister Martin Müller (LG Meulenwald Föhren, zehn Kilometer Straße) und Yannik Erz (LG Bernkastel-Wittlich, Crosslauf) dürfen in Blums Sog auf Zeiten deutlich unter 16 Minuten hoffen. Bei den Frauen trifft Lotta Schlund (PST) auf die schnellste deutsche 15-Jährige 2019 Hannah Rödel (LC Rehlingen)

Der mehrfache deutsche Meister Tobias Blum vom LC Rehlingen (hier als Sieger des Schweicher Fährturmlaufs 2018) hat beim zweiten SWT-Sommermeeting in Trier den 5000-Meter-Moselstadionrekord im Visier. Foto: Holger Teusch

Auch über 800 Meter der Frauen wackelt Stadionrekord (2:07,31 Minuten). Tabea Marie Kempe vom TSV Bayer 04 Leverkusen hat vor zehn Tagen beim #backonthetrack-Meeting in Dortmund in 2:08,63 Minuten gezeigt, dass ihr Hausrekord von 2:07,50 Minuten fällig ist.

Bei den Männern sind über zwei Stadionrunden alle Augen auf Johannes Hein gerichtet. Der PST-Lokalmatador überzeugte vergangene Woche mit einer Steigerung auf 1:54,17 Minuten. Diesmal soll sein Vereinskamerad Alexander Leidinger auf den ersten 500 Metern in 1:11 Minuten für eine noch schnellere Fahrt sorgen. Davon können außer Matthias Merk aus Saarbrücken (in der Region als vielfacher Gewinner der Mosel-Crosslauf-Serie bekannt) auch die Jugendlichen Constantin Fuchs (PST) und Tim Elias Leyser (Birkenfeld) mit Blick auf die Qualifikation für die Jugend-DM profitieren.

Über 1500 Meter stehen der luxemburgische Hallenmeister Bob Bertemes sowie die luxemburgische U-18-Hallenrekordlerin Margaux Bruls und die deutsche U-18-Hindernislauf-Meisterin Olivia Gürth (Diez) im Fokus. Simon Quint (PST) kann nach erfüllter 3000-Meter-Jugend-DM-Norm auch die U-18-Marke über die halbe Distanz (4:13,20 Minuten) in Angriff nehmen. Das peilt bei den Mädchen Rebecca Bierbrauer (Silvesterlauf Trier, U-18-Norm 4:54,20) an.

Nach dem verhaltenen Auftakt vergangene Woche versprechen auch die Sprints diesmal richtig schnell zu werden. Dafür dürften schon 10,5-Sekunden-Sprinter Pascal Kirstges (LG Rhein-Wied) und die Leverkusener 400-Meter-Läuferinnen sorgen. Die PST-Nachwuchs-Sprinterinnen Lilian Steilen und Lena Stöwer über 100 Meter sowie Rebecca Kupczik über die Stadionrunde gehören zu den Hoffnungsträgern der Region.

Nachdem die Premiere eines Läuferabends in Corona-Zeiten vergangene Woche bereits zufriedenstellend ablief, werde an einigen Details gefeilt, verriet Organisationsleiter Marc Kowalinski. So wolle man wie bei großen Meetings für jeden Sprinter Körbe für die Aufwärmbekleidung bereitstellen. Diese werden dann zum Ziel transportiert, so dass die Läufer direkt den Innenraum verlassen können. So werden weitere mögliche Begegnungen reduziert. Momentan sind weiterhin keine Zuschauer zugelassen. Mit Athleten, Trainern, Betreuern, Kampfrichtern, weiteren Helfern, gegebenfalls mitreisenden Eltern bleibe man bei knapp 200 gemeldeten Aktiven so klar unter dem Freiluft-Veranstaltungs-Maximum von 350 Teilnehmern, so Kowalinski.

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