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Leichtathletiktrainer und Bezwinger von Hans-Peter Briegel gestorben

Nachruf : Leichtathletiktrainer und Bezwinger von Hans-Peter Briegel gestorben

Im Alter von nur 65 Jahren ist der aus Reil an der Mosel (Kreis Bernkastel-Wittlich) stammende ehemalige DLV-Trainer Robert Meurer gestorben.

In 35 Jahren führte er als Trainer des saarländischen Clubs LC Rehlingen zahlreiche Athleten zu Medaillen bei Deutschen Meisterschaften. Für mehrere Jahre war Meurer für den Langsprint zuständiger Bundestrainer beim Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV). Der Gymnasiallehrer lehrte außerdem als Dozent am Sportwissenschaftlichen Institut der Saar-Universität.

Schon mit 17 Jahren sorgte Meurer für Furore. Im Trikot seines Heimatvereins TuS Reil sprang er in Daun 6,97 Meter weit. Das ist bis heute U-18-Bezirksrekord. Mit dieser Weite stand er 1971 an der Spitze der rheinland-pfälzischen U-18-Jahresbestenliste vor Hans-Peter Briegel, der aus 6,92 Meter kam. Der spätere Fußball-Europameister („Die Walz aus der Pfalz“) war zunächst als Leichtathlet erfolgreich und wurde Deutscher Jugendmeister im Weit- und Dreisprung.

Meurer wechselte 1974 zum Post-Sportverein Trier. Im PST-Trikot stellte er seine persönlichen Bestleistungen von 21,4 Sekunden über 200 Meter und exakt 7,00 Meter im Weitsprung auf. Zusammen mit 100-Meter-Bezirksrekordler Johannes Brühl, Günter Uhlig und Johannes Roß führte er 1978 mit 41,7 Sekunden die Rheinland-Jahresbestenliste an. Nach dem Studium von Sport und Germanistik in Saarbrücken startete er ab 1979 für die damaligen LG Ostsaar. 1981 lief Meurer mit 10,4 Sekunden seine 100-Meter-Bestzeit.

Nach seiner aktiven Zeit studierte Meurer wie kein Zweiter die Literatur zur Trainingslehre. Die theoretischen Erkenntnisse setzte er dann mit neuen Ideen um. Er war beispielsweise einer der ersten, der Bananenkisten auf vielfältige Weise im Kindertraining nutzte.