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Fußball: Für Eintracht Trier und FV Morbach geht's ums Halbfinale

Fußball-Rheinlandpokal : Reizvolles Duell mit den Besten im Verband - Trier und Morbach im Einsatz

Die Eintracht empfängt Regionalligist RW Koblenz – Morbach reist in den Westerwald.

Eintracht Trier - FC Rot-Weiß Koblenz (Mittwoch, 19.30 Uhr, Moselstadion)

An mangelnder Motivation des Trierer Trainers sollte es am Mittwochabend im Viertelfinalspiel des Fußball-Rheinlandpokals nicht scheitern. „Ich messe mich gerne mit denen, die die Besten im Verband sind“, sagt SVE-Trainer Josef Cinar mit Blick auf das Duell mit dem Südwest-Regionalligisten Rot-Weiß Koblenz.

Während der Diskussionen in den vergangenen Wochen, wie ein Rheinland-Starter für den DFB-Pokal ermittelt wird, war der Vorschlag, ein Entscheidungsspiel zwischen Rot-Weiß und der Eintracht als Abbruch-Meister der Oberliga anzusetzen, am Widerstand anderer Clubs gescheitert.  Stattdessen wurde nur Rot-Weiß gesetzt, als Gegner wurde der Bezirksligist Linz gelost, der 1:6 unterlag.

Sinnt die Eintracht nun also da­rauf, zu zeigen, dass sie es verdient gehabt hätte, um den DFB-Pokal-Einzug zu spielen? „Auf dieser Welle reite ich nicht mehr“, sagt Cinar, für den die Möglichkeit im Mittelpunkt steht, sich in der Vorbereitung mit einem höherklassigeren Verein zu messen.

Er sieht Rot-Weiß in einer Favoritenrolle. Trotz des großen Umbruchs bei den Koblenzern – beim jüngsten 3:0-Achtelfinalerfolg bei der SG Hochwald-Zerf standen sieben Neuzugänge in der Anfangself – sei es für den Regionalligisten einfacher, nach einer komplett absolvierten Vorsaison wieder in den Rhythmus zu finden.

Bei der Eintracht stehen Fragezeichen hinter den Einsätzen von Torwart Denis Wieszolek und Jonas Amberg (beide zuletzt leicht erkältet). Für Henk van Schaik, der wieder im Teamtraining ist, könnte ein Startelf­einsatz ebenfalls zu früh kommen.

Cinar hofft, dass der Dauerregen nicht noch einen Strich durch die Rechnung macht – damit sein Team gegen Koblenz zeigen kann, „dass wir vielleicht das Zeug haben, wieder die Besten im Rheinland zu werden“.

Für das Pokalspiel gibt es Karten nur im Online-Vorverkauf (https://www.­ticket-regional.de/). Es werden Sitzplätze auf der Haupttribüne und auf den Vortribünen angeboten. Es dürfen zehn Personen zusammen buchen. Zwischen den Buchungen muss ein Sitzplatz Abstand gehalten werden. Außerhalb des Sitzplatzes gelten Maskenpflicht und die gängigen Hygiene- und Abstandsregeln.

SG Ahrbach - FV Morbach (Mittwoch, 20 Uhr, Rasenplatz Girod)

Die Gäste sind zwar als klassenhöheres Team vom Papier her der Favorit, dennoch warnt Morbachs Trainer Thorsten Haubst ausdrücklich vor den in der Bezirksliga Ost angesiedelten Ahrbachern: „Das ist eine robuste, laufstarke Mannschaft, die gerade offensiv sehr gut besetzt ist.“ Nicht umsonst habe das Team seines Kollegen Niklas Wörsdörfer so im bisherigen Verlauf des Rheinlandpokal-Wettbewerbs mit Neitersen, Malberg und zuletzt am Samstag beim 4:3 nach Verlängerung gegen den FC Bitburg schon drei Rheinlandligisten bezwungen. Auch das Abschneiden der Unterwesterwälder in der Corona-Abbruchsaison (sechs Siege/ein Remis/22:3 Tore) wertet Haubst als Indiz für die Klasse des heutigen Gegners. Doch die Morbacher haben nach der monatelangen Corona-Pause ebenfalls einen starken Re-Start hingelegt. Das 2:1 nach Verlängerung gegen Oberligist FV 07 Engers am vergangenen Sonntag war vollauf verdient. „Wir betreiben gerade für dieses Spiel einen hohen Aufwand. Umso größer ist unsere Motivation, weiterzukommen“, lässt der Hunsrückhöhe-Coach vor der 140 Kilometer langen Anreise durchblicken. Um 16.45 Uhr setzt sich der Morbacher Tross in Bewegung. Froh ist Haubst, dass die Partie am Mittwoch statt um 19.30 Uhr erst um 20 Uhr beginnt: „Wochentags ist so eine Reise immer schwierig. Da hilft uns die halbe Stunde schon.“

Fehlen werden weiter die beiden Langzeitverletzten Maximilian Schemer und Marvin Vogt. Zudem müssen die Brüder Martin (berufsbedingt) und Marcel Schultheis (Leistenpro­bleme) passen.