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Gladiators Trier: Krisenstimmung hat sich aufgelöst

Zweite Basketball-Bundesliga : Gladiators Trier: Krisenstimmung hat sich aufgelöst

Die Moselaner besiegen Karlsruhe und schaffen nach Pleitenserie die Kehrtwende.

Sechs Spiele in nur 19 Tagen: Das durch coronabedingte Pausen zusammengepresste Programm der Römerstrom Gladiators Trier hatte es jüngst in sich. Drei Niederlagen musste das Team von Trainer Marco van den Berg vor der Partie am Samstag gegen die Karlsruhe Lions einstecken. „Da kam schon Krisenstimmung auf“, berichtet der Trierer Headcoach – um nach dem klaren 82:62 über die Gäste aus der Fächerstadt festzustellen: „Die hat sich jetzt aufgelöst.“

Grund, es über die Feiertage etwas ruhiger angehen zu lassen, sieht van den Berg aber nun überhaupt keinen: „Wir haben noch einiges an Nachholbedarf aus der Zeit, in der wir in Quarantäne waren. Einige Spieler haben aufgrund von Verletzungen sowieso noch Rückstand, und es gilt, einen neuen Mann wie Matt Freeman weiter zu integrieren.“ Deshalb bittet er seine Schützlinge selbst noch am Vormittag von Heiligabend zu einer Übungseinheit. „Wir werden bis dahin täglich teilweise bis zu drei Einheiten mit insgesamt je fünf Stunden absolvieren“, kündigte van den Berg nach dem Sieg gegen Karlsruhe an. Seine Mannschaft muss noch einmal in diesem Jahr ran – am Mittwoch, 30. Dezember, in Schwenningen.

Ausschlaggebend für den deutlichen Heimsieg am Samstagabend war aus Sicht des Gladiators-Trainers die Dominanz im Rebounding: „Da wollen wir jedes Spiel hinkommen.“ Ausdrücklich lobte er Jonathan Alm­stedt und Rupert Hennen („Sie haben stark gespielt.“) sowie Chase Adams („Er hat das ganze Team sehr gut zusammengehalten.“).

Nach einigen Aufs und Abs im bisherigen Saisonverlauf sieht van den Berg seine Mannschaft auf dem richtigen Weg. Gleichwohl bemängelt er: „Wo wir uns in jedem Fall aber noch steigern müssen, ist die Verteidigung in Korbnähe. Zudem haben wir auch gegen Karlsruhe wieder einmal zu wenig getroffen.“

Das letzte Heimspiel des Jahres begann mit hohem Tempo auf beiden Seiten. Es entwickelte sich im Laufe des ersten Viertels ein offener Schlagabtausch. Beide Mannschaften suchten die Abschlüsse im Fastbreak und punkteten effizient. Dank einer verbesserten Defensivleistung führten die Hausherren in der Arena am Ende des ersten Viertels mit 28:23. Aggressiv und konsequent gingen die Trierer auch im zweiten Viertel vor. Zur Halbzeit waren die Weichen mit einem 54:33 bereits klar auf Sieg gestellt.

Sieben Minuten waren im dritten Viertel gespielt, da lagen die Gladiators bereits mit über 30 Punkten Differenz vorne (66:35). Mit 71:38 ging es dann ins letzte Viertel. Karlsruhe hatte auch im vierten und finalen Abschnitt große Probleme, freie Würfe herauszuspielen. Die Gladiatoren hatten die Partie weiterhin fest im Griff, ließen aber gegen Ende nach, so dass Karlsruhe an der Freiwurflinie zu einfachen Punkten kam. 

Der Sieg soll frisches Selbstvertrauen bringen. Marco van den Berg stellt sich indes darauf ein, dass auch die nächsten Wochen nicht einfach werden: „Jermaine Bucknor und Jonathan Debus als Langzeitausfälle sind nicht so einfach zu kompensieren. Da ist oft ein personelles Puzzle­spiel angesagt.“ Im Kollektiv solle sein Team stark sein. Das Karlsruhe-Spiel dient da als Maßstab für die nächsten Aufgaben.

Viertelstände: 28:23, 26:10, 17:5, 11:24.

Für Trier spielten: Chase Adams (18 Punkte), Dan Monteroso (5), Kevin Smit (2), Rupert Hennen (15), Jonas Grof (4), Thomas Grün (2), Jonathan Almstedt (9), Kalidou Diouf (9), Matt Freeman (7), Robert Nortmann (8), Vincent Hennen (3) und Kevin Kollmar (0).

Beste Werfer Karlsruhe Lions: Maurice Pluskota (20 Punkte), Adam Pechacek (9), Kavin Gilder-Tilbury und Nils Schmitz (jeweils 7)