1. Die Woch
  2. Trier

Runter vom Sofa, rein ins Museum

Internationaler Museumstag : Internationaler Museumstag – Runter vom Sofa, rein ins Museum

Hier gibt es einen Ideen-Überblick zum Internationalen Museumstag für Trier und Trier-Saarburg, Bernkastel-Wittlich, den Hunsrück und den Eifelkreis Bitburg-Prüm.

Der Internationale Museumstag wurde 1977 vom Internationalen Museumsrat ICOM ins Leben gerufen und wird seit 1978 gefeiert. Seit 1992 wird der Tag von einem jährlich wechselnden Motto begleitet. 2019 lautet das Motto: „Museen – Zukunft lebendiger Traditionen“.

TRIER

Die fünf Museen der Museumsstadt Trier beteiligen sich wie in jedem Jahr wieder am Internationalen Museumstag und bieten ein rundes Programm für die ganze Familie an. Zu sehen sind außerdem die Dauerausstellungen und aktuelle Sonderausstellungen.

Im Rheinischen Landesmuseum Trier dreht sich alles rund um das Motto „Selbstgemacht – Römische Handwerkskunst“. Ein buntes Programm für Familien, Kinder und Erwachsene lädt ein, bei Themenführungen, kreativen Workshops, Handwerksvorführungen und Expertengesprächen die Dauerausstellung zu besuchen. Authentische Experten zeigen, wie in der Römerzeit Schmuck hergestellt wurde oder führen eine nachgebaute römische Kelteranlage im Museumsinnenhof vor. Während der angebotenen Expertengespräche haben Besucher die Möglichkeit, mehr über diese römischen Handwerkskünste zu erfahren.

 Abwechslungsreiche Themenführungen wie „Made in Trier – römische Handwerkskunst aus Stein, Glas und Ton“ oder „Meisterwerk oder Massenware? Antike Schmuckstücke entdecken“ durch die Dauerausstellung warten mit spannenden Fundstücken auf.

Speziell für die kleinen Gäste gibt es „Schmucke Glücksbringer“ bei der Familienführung zu entdecken. „Selbstgemacht“ heißt es in der Mosaik- und Schmuck-Werkstatt: Hier werden eigene Schmuckkreationen aus Modelliermasse hergestellt oder kleine Mosaike gestaltet.

Im Stadtmuseum Simeonstift Trier wird am Internationalen Museumstag die Sonderausstellung „Um angemessene Kleidung wird gebeten“ eröffnet. Zu sehen ist Mode für besondere Anlässe von 1770 bis heute. Kurzführungen zum Thema Mode beziehungsweise Mode und Schmuck in der Kunst laden dazu ein, sowohl die Sonderausstellung als auch die Dauerausstellung mit einem besonderen Fokus zu entdecken.

Für Kinder ab sechs Jahren ist ein Kreativatelier geöffnet, in dem historische Modeaccessoires wie Rüschen und Spitzenhäubchen neu interpretiert werden. An Kinder und Erwachsene richtet sich der Upcycling-Workshop „Pimp your fashion!“, den die Kulturkarawane anbietet. Für diesen Kurs ist eine Anmeldung per E-Mail an museumspaedagogik@trier.de oder unter Telefon 0651/718-1452 erforderlich.

„Kunst und Architektur in Vergangenheit und Gegenwart“ – Dies sind die Themen im Museum am Dom. Geführt wird durch die aktuelle Sonderausstellung „Zug um Zug – was aus Figuren Menschen macht“. Die Ausstellung versammelt Werke von zeitgenössischen Künstlern, die in der einen oder anderen Weise die Begegnung von Menschen mit sich selbst, mit anderen Menschen oder mit Gott zum Thema hatten.

Weitere Kurzführungen präsentieren altertümliche Gewänder und Geräte aus der Sakristei, Marienbildnisse aus 1000 Jahren oder auch den Umgang mit sakralen Kunstwerken. Ein zweiter Themenkomplex widmet sich der Architektur. So erhalten Besucher einen Einblick in die aktuelle Kirchenarchitektur oder erfahren in einem Vortrag Spannendes aus der 1700 Jahre alten Baugeschichte des Trierer Doms. Für Kinder wird eine Museums-Rallye „Mit der Ente durchs Museum“ angeboten. In der Remise des Museums erwartet die Besucher neben einem Bücherbasar auch hausgemachter Kuchen, der mit einer Tasse Kaffee im Innenhof mit Blick auf den Dom genossen werden kann.

Das  Museum Karl-Marx-Haus bietet ein Programm rund um die „Work-life-balance bei Familie Marx“ an. Kostümführungen mit Dr. Paula Kolz und Rosemarie Berens thematisieren die „Arbeitswut“ von Karl Marx und die privaten Momente, in denen Zeit für die Familie war. Im Garten des Museums werden in Lesungen die Entgrenzung von Arbeit und Freizeit bei Marx in Anekdoten erzählt.

 Für Kinder und Familien wird am Nachmittag der Workshop „Lieber würde ich spielen - warum Kinder arbeiten“ der Lokalen Agenda 21 angeboten. Das Weinhaus Büsching sorgt mit Snacks und Weinen für Entspannung.

Die Schatzkammer der Stadtbibliothek präsentiert ihre Dauerausstellung „Hundert Highlights – Kostbare Handschriften und Drucke“. Der Blick richtet sich besonders auf die Farbigkeit, Schönheit und den Ideenreichtum der Handschriften, die auch groteske Figuren und komische Szenen enthalten.

Kinder und Familien können ganz praktisch Papierkunst gestalten. Heidi Rautert führt kleine und große Kinder dazu ein, Origami zu falten. Und auch die Schreibwerkstatt der Schatzkammer ist für kleine und große Besucher geöffnet.

Mechthild Bach wird die faszinierende Bücherwelt des Mittelalters samt Beschreibstoffen, Schreibgeräten und Schriften anschaulich vorstellen. Die Workshop-Teilnehmer können den Entstehungsprozess einer mittelalterlichen Buchseite praktisch nachvollziehen sowie Initialen, also Großbuchstaben schreiben und kunstvoll verzieren.

Das Rheinische Landesmuseum, das Stadtmuseum Simeonstift, das Museum am Dom und die Schatzkammer der Stadtbibliothek haben am Sonntag, 19. Mai, von 10 bis 17 Uhr geöffnet, das Museum Karl-Marx-Haus von 9 bis 18 Uhr.

TRIER-SAARBURG

Fell

Besucherbergwerk: Lebendige Geschichte – der Arbeitstag eines Schieferbrechers. Die Veranstaltung richtet sich an Kinder ab acht Jahren (in Begleitung eines Erwachsenen), aber auch an Erwachsene mit Interesse am Bergbau.

Das Besucherbergwerk lässt vergangene Zeiten wieder aufleben und zeigt, wie vor 150 Jahren der Arbeitstag der Schieferbergleute in Fell und Thomm ausgesehen hat. Gemeinsam geht es zur Schiefergrube.

Dort zünden die Besucher die Grubenlampen an und machen sich an die Arbeit in unserem Lehrstollen. Sie vermessen im Stollen und sehen sich an, welche Zeichen die Bergleute früher unter Tage genutzt haben oder welche Tiere sehr versteckt dort leben. Die Teilnehmer „köpfen“ den Schiefer und jeder kann versuchen, seinen eigenen Schiefer zu spalten und zuzurichten.

Los geht es um 14 Uhr, die Veranstaltung endet gegen 16 Uhr. Der Eintritt ist frei. Bitte Kleidung anziehen, die auch schmutzig werden darf. Anmeldung unter Telefon 06502/988588 oder per E-Mail an info@bergwerk-fell.de

Grimburg

Burg- und Hexemuseum. Freier Eintritt von 14 bis 17 Uhr. Das Burgmuseum beinhaltet neben der regionalen Geschichte insbesondere die Geschichte rund um die ehemalige kurtrierische Landesburg von damals bis heute. Im Hexenmuseum erhält der Besucher einen Einblick in die Zeit des Hexenwahns in der Region.

Hermeskeil

Rheinland-Pfälzisches Feuerwehrmuseum. Fahrzeugausstellung Feuerwehr Hermeskeil. Von 13.30 bis 17 Uhr. Neben den historischen Fahrzeugen des Museums wird die Feuerwehr Hermeskeil ab 13.30 Uhr ein modernes Einsatzfahrzeug ausstellen. Für Kinder gibt es Kinderschminken von 13 bis 15 Uhr. Eintritt frei.

Konz

Freilichtmuseum Roscheider Hof

Unter dem Titel „Leben und Überleben in der Nachkriegszeit“ wird am Samstag und Sonntag, 18. und 19. Mai, von 10 bis 17 Uhr an die Jahre unmittelbar nach dem 2. Weltkrieg erinnert. Mit Hilfe einer detailgetreuen Nachstellung dieser Zeit durch die Gruppe „Lebendige Geschichte 1939-1949“ wird im Bereich des Güterschuppens der Baugruppe Mosel-Saar die schwierige Lebenssituation der Bevölkerung nach dem Krieg anschaulich vermittelt. Man kann an diesen Tagen typische Schwarzmarkt-Tauschwaren begutachten, Energiesparkonzepte wie die Kochkiste oder die Wertstoffverwertung von Kriegsmaterialien wie Stahlhelmen, Panzerfäusten und Gasmasken kennenlernen, Einblicke in die medizinische Versorgung der damaligen Zeit erhalten, sowie Näheres über die amerikanische Besatzungszeit erfahren.

 An beiden Tagen ist der normale Eintrittspreis zu bezahlen.

Saarburg

Amüseum am Wasserfall. Freier Eintritt ins Museum von 11 bis 16 Uhr. Uli Schmidt stellt Lost-Places-Fotografien aus der Region aus.

Mühlenmuseum „Hackenberger Mühle“. Freier Eintritt von 14 bis 17 Uhr. Im Keller der Mühle können die Besucher die vielen Zahnräder besichtigen, die durch einen Lederriemen mit dem Mahlstuhl im oberen Geschoss verbunden waren. In den oberen Räumen sind verschiedene Mahlwerke und andere Geräte zu sehen, die aus den gemahlenen Getreidekörnern nach und nach feines Mehl zutage förderten.

HUNSRÜCK

Morbach-Wederath

Archäologiepark Belginum. Geöffnet von 10 bis 17 Uhr. Freier Eintritt. 11 Uhr: Offene Führung durch die Sonderausstellung „Was aßen Kelten und Römer? Landwirtschaft, Ernährung und Umwelt westlich des Rheins“.

Morbach-Weiperath

Hunsrücker Holzmuseum, Freier Eintritt von 10.30 bis 17.30 Uhr. Um 14.30 Uhr wird eine Führung durch die neue Sonderausstellung „Räubertabak – Starker Tobak aus unserer Heimat“ angeboten. Die Ausstellung widmet sich der 130 Jahre andauernden Geschichte der Morbacher Tabakindustrie.

BERNKASTEL-WITTLICH

Bernkastel-Kues/Wehlen

Historisches Spielzeug- und Ikonenmuseum.  Von 10 bis 18 Uhr. Führungen um 14.30 und 15.30 Uhr. Für Kinder gibt es  eine Museumsrallye „Suche die Lego-Indianer“. Erwachsene zahlen 3,50 Euro Eintritt, Kinder sind an diesem Tag kostenfrei.

Schalkenmehren

Heimweberei-Museum. Eine Erinnerung an eine Zeit, als im Dorf in vielen Häusern noch die Webstühle klapperten. Freier Eintritt von 13 bis 18 Uhr.

Uersfeld

Nostalgikum. Freier Eintritt von 11 bis 18 Uhr. Gezeigt werden Objekte aus den 1940er, 50er und 60er Jahren. „Dies und das“-Modenschau der 1950er Jahre, Oldtimer-Ausstellung, Rund um das Museum und im Festzelt: Spiel und Spaß für Jedermann.

Wittlich

Türmchen das Wittlicher HisTörchen. Museum zur Stadt- und Befestigungsgeschichte Wittlich. Freier Eintritt von 14 bis 17 Uhr

EIFELKREIS BITBURG-PRÜM

Speicher

Museum der Verbandsgemeinde Speicher. Freier Eintritt von 14 bis 17 Uhr. Eröffnung der Lego-Ausstellung. Große Westernanlage, Brückenbauten, Fahrzeuge der Reihe Modellteam und vieles mehr.

Offizielle Einweihung um 15 Uhr.

Waxweiler

Devonium. Freier Eintritt von 11 bis 17 Uhr. Das Museum verbindet auf einzigartige Weise die Zeit vor 400 Millionen Jahren (Geologisch: Devon) mit der Jetztzeit. Grundlage des Museums sind Fossilien und geologische Dokumente aus dem nahegelegenen Steinbruch – Köppen. Sie erzählen die spannende Geschichte vom Landgang der Pflanzen.