Jens Roths Ironman-70.3-Debüt in Triers chinesischer Partnerstadt

Triathlon : Ironman-70.3-Debüt in Triers chinesischer Partnerstadt

Jens Roth tritt erstmals in Rahmen der Ironman-70.3-Serie auf der Hälfte der klassischen Distanz an. Auch Trierer Staffel in Xiamen am Start.

Nach den Marathonläufern Dietmar Bier, Andreas Theobald und Patrick Heim 2014 und beispielsweise den Fußballern des FSV Tarforst im vergangenen Jahr besuchen auch Triathleten Triers chinesische Partnerstadt Xiamen. Jens Roth von Tri Post Trier startet am Sonntag (10. November) beim Ironman 70.3 über 1,9 Kilometer Schwimmen im Südchinesischen Meer, 90 Kilometer Rad fahren und 21,1 Kilometer Laufen. Martin Kasel (Rad) und Sascha Thelen (Lauf) bilden zusammen mit der Chinesin Wen Chencheng als Schwimmerin eine Staffel.

„Martin und ich haben im April zusammengesessen und über einen Start bei einem Ironman 70.3 nachgedacht“, erzählte Roth vor dem Abflug am vergangenen Donnerstag, wie die Idee zu einem Triathlon-Start in China entstand. Roth liebäugelte mit Marokko. Da Kasel dieses Land bereits kannte, schlug er China und das seit 2017 in Triers Partnerstadt Xiamen ausgetragene Rennen über die halbe Ironman-Distanz vor.

Es wird Roths längster Wettkampf seit vier Jahren. 2015 wurde er DM-Fünfter auf der auch Mitteldistanz genannten Strecke. Bei einem Wettkampf der Ironman-70.3-Serie war er aber noch nie gestartet. „Es wird ein Fingerzeig, wo es nach dieser Saison hingehen kann“, sagt Roth. 2020 plant der fünfmalige Deutsche Meister im Crosstriathlon sein Debüt auf der vollen Ironman-Distanz. Dass er in Xiamen wie so oft als Erster aus dem Wasser kommt, glaubt der ehemalige Leistungsschwimmer Roth nicht. Denn mit dem Australier Josh Amberger ist beispielsweise der schnellste Schwimmer der diesjährigen Ironman-Weltmeisterschaft auf Hawaii gemeldet. „Eine Podiumsplatzierung sehe ich nicht in Reichweite“, sagt Roth über seine Chancen im Profifeld.

Für den 31-Jährigen, Thelen und Kasel geht es außer um die sportliche Herausforderung auch um den Austausch mit China. Nach dem Triathlon stehen offizielle Treffen und das Kennenlernen der Kultur auf dem Programm. „Es ist geplant, dass wir eine chinesische Delegation zum Trierer Stadtlauf einladen“, erzählt Kasel.

„Chinesen sind unheimlich gastfreundlich“, erklärte der Präsident der Deutsch-Chinesischen Gesellschaft Trier Peter Dietze dem Trierer Sportler-Trio vor ihrem Abflug. Und sportbegeistert seien sie auch, gerade wenn Radfahren mit im Spiel sei. „Die Chinesen investieren immer mehr in Sport“, hat Thelen, der zehn Jahre in China lebte und mit einer Chinesin verheiratet ist, erkannt. Die World Triathlon Corporation als Veranstaltung der Ironman-Serie gehört beispielsweise seit 2015 dem chinesischen Wanda-Konzern.

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